BioWave – ein neuer Stern am Biofeedback-Himmel?

Software und Biosensor machen den PC zur Biokybernetik-Maschine

von Hans Otfried Dittmer

Nach einer Vorabsprache im Oktober 1999 begann ich Anfang Dezember die Tests mit der BioWave®-Software der Biorom GmbH, Osnabrück. Geplant waren zunächst vier Testtage  – es wurden einige mehr, so dass andere Projekte warten mussten. Außerdem wurde es mir wichtig, den Redaktionsschluss für dieses Buch (Anm.: „CoCoCo – CodeCoder & Co.“; über radionische [u. a.] Software; erscheint im Frühjahr 2000) nach hinten zu verlegen.

 Damit sie sehen, um was es eigentlich geht, gebe ich hier Auszüge aus dem Werbetext für BioWave® wieder:
»Erfahren Sie welchen Einfluss Lebensmittel, Lebensmittel - Zusatzstoffe, Pollen, Schimmelpilze, Insektengifte, Tierhaare und die häufigsten Allergene auf Ihre Gesundheit haben! Erkennen Sie wie Ihr Darmmilieu durch Hefepilze, tierische Eiweiße oder eine Übersäuerung beeinflusst wird! Finden Sie wieder zurück zu Ihrer Lebensfreude und Gesundheit, durch eine Ernährung die Ihrer Konstitution und jeweiligen Lebenssituation angepasst ist!
BioWave ist Hilfe zur Selbsthilfe! BioWave zeigt Ihnen wie Sie Belastungen frühzeitig erkennen und aufheben können. BioWave gibt Ihnen das Wissen an die Hand, was sie selbst zur Unterstützung Ihrer Heilbehandlung beitragen können - und da es Ihre Gesundheit ist, auch beitragen sollten. BioWave ersetzt keine vorhandenen medizinischen Diagnoseverfahren. Es ergänzt diese jedoch um die Möglichkeit eines individuellen und persönlichen Testverfahrens, das sie mit Hilfe ihres Personal Computers nutzen können - in aller Ruhe und Zuhause.«

Aus dieser Beschreibung sehen wir, was BioWave® sein möchte, nämlich eigentlich ein Hilfsmittel für den „Endabnehmer“, den eigenverantwortlichen Patienten, dem es mit dieser Software recht einfach gemacht wird, noch eine „zusätzliche Meinung“ zu hören, warum er nun diese oder jene  Probleme mit seiner Gesundheit hat.

Die Liefereinheit besteht aus einer CD-ROM und einem Formstück aus Silikon, welches in seiner Formgebung an einen Joystick erinnert und „Biosensor“ genannt wird. In diesem Biosensor, der sinnigerweise an den Joystickport der Soundkarte angeschlossen wird (also: keine Veränderungen am PC notwendig) sind elektronische Elemente vergossen, die auf Druck (bzw. Streckung des Formteiles) reagieren. Und diese Daten an den PC weitergeben. Der Biosensor wird in der Hand gehalten.
Und so funktioniert der Test: Während die Testfrequenzen auf den Probanden abgegeben werden, muss ein Druck von etwa 70% der Kraft auf den Sensor abgegeben werden. Nach kinesiologischen Gesichtspunkten kann jedoch bei Frequenzen, die mit dem Probanden in Resonanz gehen,  der Druck stärker ausgeübt werden, als es die Testperson empfindet.
Also registriert der Rechner Abweichungen vom Durchschnitt aller Testergebnisse. Zur Verifizierung werden in diesem Fall automatisch Leermessungen nachgeschoben. Das Ergebnis wird nach jedem Test in übersichtlichen Diagrammen dargestellt und obligatorisch abgespeichert. Auffällige Messergebnisse werden rot markiert. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Vielfalt der Testmöglichkeiten.

Um das richtige Druckverhalten lernen zu können, gibt es eine Übungssektion, in der jeweils zehn Leertests durchgeführt werden, deren Ergebnisse identisch aussehen sollten, um einen effektiven Testverlauf herbeizuführen. Jede Testkurve kann angeklickt werden, um sie kommentieren zu lassen; nachfolgend der Kurvenverlauf eines Anfängers.

Dieses Biofeedback-Programm funktioniert! Wir haben das mit verschiedenen anderen Testmethoden gegengeprüft. Solange identische Grundvoraussetzungen vorherrschen, können identische Ergebnisse erreicht werden. Wird ein Test nach frühestens drei Tagen wiederholt (z. B. bei Lebensmittel-Unverträglichkeiten) so können tagesformbedingte Unverträglichkeiten sehr gut gegen tatsächliche Allergien abgegrenzt werden.

Von Tests der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse am selben Tag sollte der „Endabnehmer“ absehen, für den Therapeuten jedoch ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, da der Proband durch das 1,4 Sekunden lang auf ihn abgegebene Frequenzspektrum gewissermaßen „antherapiert“ wird, so dass sich bei einem sofort und erneut durchgeführten Test weitere Stufen und Kausalzusammenhänge manifestieren können, beispielsweise Kreuzallergien.  – Im Zusammenspiel mit anderen Gerätschaften könnten sich neben diagnostischen auch Potentiale der Soforttherapie auftun. Aber auch das „Loopen“ der akustischen Information kann so zur effektiven Therapiemöglichkeit wachsen.

Noch ein Hinweis zum Schluss: Da BioWave® (am 2. Januar 2000 ausgezeichnet mit dem „Wheel of Life Award“) während der Tests von der CD-ROM bzw. von der Festplatte nachlädt, kann es – bei lauten Laufwerkgeräuschen – notwendig werden, einen Kopfhörer an den Ausgang der Soundkarte anzuschließen, da die Frequenzpakete sich sehr leicht mit Fremdgeräuschen mischen und die eine oder andere Fehlmessung zu beobachten war.

Diese Kurzbeschreibung kann nur einen ersten Einblick bieten...
 
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