"Nummer Neun":

Apotheke der Zukunkt?

von Hans Otfried Dittmer

(ca. 30 DIN A 4 -Seiten)

Bereits Anfang 1995 erschien unter dem Titel „Nummer Neun lebt!“ in der Zeitschrift Naturheilpraxis mein Aufsatz zum Thema der elektronisch nachstellbaren Homöopathie. Darin spiegelten sich einjährige Erfahrungen (1993/94) als Ergebnis konsequent durchgeführter Experimente und Untersuchungen wider. Nach einer „Katalyse“ mit dem homöopathischen Potenzierungsgerät eines anderen Herstellers in den Jahren 1995 und 1996 wendete ich mich zu intensiven Vergleichsuntersuchungen ab Oktober 1996 wieder der „Nummer Neun“ zu. Bei der Niederschrift meiner Gedanken konnte ich glücklicherweise immer wieder auf Textpassagen zurückgreifen, die schon vorhanden waren, Ihnen aber als Erläuterung wichtige Zusatz- und Grund-Informationen liefern können.
 

Was bedeutet „Nummer Neun“?
Um diese Frage gleich vorweg zu beantworten: „Nummer Neun“ steht für den „ASL 90/9f“, und das bedeutet „Automatic Selector Potentiser 90/9f“. Dies soll heißen, dass dieses technische Gerät von den Copen Laboratories in England dem Homöopathen als selbsttätiges, also automatisches Potenz- und Mittel-Auswahlgerät seit 1990 zur Verfügung steht. Aber dieses Gerät kann noch mehr: Der „Automatic Selector Potentiser 90/9f“ kann auch in völlig freier Wahl eingesetzt werden, so dass man mit ihm die Potenzierung nach den Regeln der Homöopathie technisch und exakt nachvollziehen kann. Demjenigen Menschen, der schon mit Homöopathie als Heilmethode seine „überzeugungstechnischen Schwierigkeiten“ hat, wird hier noch einmal sehr viel abverlangt, nämlich die Möglichkeit, in Erwägung zu ziehen, dass eben nicht nur Homöopathie „funktioniert“, sondern auch der „Automatic Selector Potentiser 90/9f“.
Das bringt manchen in zweifelndes Grübeln, denn wir leben in einer Zeit, in der der Zuordnung von Energie, Energieverbrauch und sichtbaren bzw. fühlbaren Folgen der Energieeinwirkung den Blick verbaut auf energetische Zusammenhänge, insbesondere der bioenergetischen. Unter Berücksichtigung bioenergetischen Gedankengutes ist es eigentlich nur folgerichtig, ein Gerät, welches auf energetisch-informatorischem Wege arbeitet, auch zur Direktbehandlung des Patienten zu benutzen, denn diesen Weg hält der „Automatic Selector Potentiser 90/9f“ auch bereit. Allerdings nicht als direkte Bioresonanz-Schaltung, sondern beispielsweise über den Umweg des „Specimens“, des Musters des Patienten, das aus einem Blutstropfen, ein paar Haaren, Sekreten, Exkreten usw. bestehen kann.
Nehmen wir einmal an, Sie haben sich so einen Apparat angeschafft, so wollen sie ihn auch möglichst täglich einsetzen, und das soll Ihnen dieser Beitrag vermitteln. Eine Gebrauchsanleitung des Herstellers ist immer nur ein erster Kontaktpunkt und wird Sie außerdem auch kaum über eventuelle Schwächen des Systems aufklären. Auch können wir aufräumen mit missverständlichen Formulierungen aus der englischsprachigen Bedienungsanleitung und eindeutigen Übersetzungs- und Verständnisfehlern in der deutschen.
Oder nehmen wir auch an, dass Sie einen „Automatic Selector Potentiser 90/9f“ noch gar nicht besitzen, sich aber von vorne herein klar sein wollen über die Arbeitsweise, die Integration in Ihr übriges Equipment und den Nutzen, den Sie und Ihre Patienten von diesem Gerät erwarten und letztlich, auf welche Weise auch immer, bekommen oder nicht bekommen werden.
Und überhaupt: Es gibt bereits verschiedene radionische Potenzierungsgeräte auf dem Markt, warum sollten Sie gerade mit dem „Automatic Selector Potentiser 90/9f“ arbeiten? Nun, es laufen seit einigen Jahren Versuche auch mit anderen Systemen, die auf keinen Fall schlecht sind (z. B. Systeme anderer englischer und deutscher Radioniker, z. B. De La Warr oder Herbert). Die Fragen sind aber doch:
1. Wieviel Technikverständnis habe ich;
2. In welcher Weise kann ich mich während einer Sitzung auf die Bedienung eines Gerätes konzentrieren;
3. Wieviel Zeit kann/will ich in das Erlernen des systematischen Umganges investieren;
4. Will ich das Gerät als Zusatztherapie-Standbein nutzen oder soll es meine schon vorhandenen Hauptbehandlungsmöglichkeiten unterstützen oder gar das Therapieverfahren meiner Praxis sein; und
5. Wieviel bin ich imstande, materiell zu investieren, ohne über mein Limit hinauszuschießen, denn eine Praxis muss (zum Leidwesen vieler Idealisten) in erster Linie als Wirtschaftsunternehmen gesehen werden, das zunächst meine Angestellten und in letzter Konsequenz auch mich satt machen muss. Jede Anschaffung sollte also zur Stabilisierung der allgemeinen wirtschaftlichen Praxissituation dienen und, unter dieser Voraussetzung, eine Bereicherung meines Therapieangebotes darstellen.

Letztendlich aber stellt sich nicht nur die Frage, was Sie vom Gerät erwarten, sondern – um dann auch das Optimum für Ihren Patienten herauszuholen – was erwartet das Gerät von Ihnen. Es mag sich merkwürdig anhören, wenn ich einen Apparat wie den „Automatic Selector Potentiser 90/9f“ personalisiere, aber es ist tatsächlich so, dass das Gerät von Ihnen eine ideologische Sichtweise über Homöopathie und Resonanztherapie erwartet, die Ihnen erst den richtigen und in jeder Hinsicht effektiven Umgang mit ihm erlaubt.
Und deshalb sei Ihnen hiermit geraten, das komplexe Gebiet der Homöopathie vor dem Erwerb des „Automatic Selector Potentiser 90/9f“ intensiv studiert zu haben. Andernfalls werden Sie in Kürze dieses vorzügliche Gerät mit dem seit Jahrzehnten bewährten Prinzip nur noch als interessantes Dekorationsstück und Staubfänger nutzen...

Einführung
Der „Automatic Selector Potentiser 90/9f“ ist die Weiterentwicklung eines Klassikers der Elektronischen Homöopathie, nämlich des „Vibro-Potentisers“ nach Prof. Bruce Copen, also eine Entwicklung aus dem gleichen Hause, nur etwa 30 Jahre jünger.

Elektronische Homöopathie
Vielen aktiven Bioresonanz-Therapeuten ist offensichtlich nicht ganz klar, dass die Resonanzidee der Jetztzeit durchaus nicht erst „im Jahre Morell“ begann, sondern nun schon fast 100 Jahre alt ist. Die ersten 50 Jahre sind hier jedoch zu vernachlässigen (mit Ausnahme von Abrams und Drown). Was dann Ende der Vierziger Jahre mit beispielsweise Copen in England professionell begann, sich über viele Zwischenstationen dann in den Siebzigern mit Morell bei uns fortsetzte, über Jahoda, Schmidt und Herbert fortgeführt wurde, hatte einzig und allein den Zweck, den Menschen, den potentiellen Patienten, dessen Steuerungsmechanismen aus dem Ruder gelaufen waren, mit sanften Mitteln, „abgeguckt“ von der Homöopathie, wieder auf den rechten Weg zu bringen. – All diese genannten Pioniere hatten das Ziel, den Menschen durch ein medizinisch genutztes Resonanzprinzip in der Steuerung biologischer Abläufe zu beeinflussen. Da anfangs eine zustandekommende oder nicht zustandekommende Resonanz mit herkömmlichen, weil zu groben, Messtechniken nicht nachweisbar war, der Therapeut sich also mit „obskuren“ Instrumenten wie Pendel oder Wünschelrute behelfen musste, galten diese Anwender zunächst als Spinner und Scharlatane.
Erst als die Elektroakupunktur es mit ihren speziellen Widerstandsmessgeräten möglich machte, die Werte an den Punkten vor und nach einer Resonanzbehandlung zu nehmen und zu vergleichen, wurden sich zunächst auch einige „seriöse“ Behandler klar darüber, dass „irgend etwas“ im Organismus während der Einwirkung „anders“ geworden sein musste. Diese Erkenntnis setzte ab dem Beginn der Siebziger Jahre ein Karussell in Gang, das sich immer schneller drehte: Nachdem Morell sein erstes MORA-Gerät vorgestellt hatte, und nachdem die elektronisch nachgestellten Präparate der Copen’schen Vibro-Potenzierer verifiziert werden konnten, gab es zunächst die „Riege“ der Weiterentwickler. Diese nahmen die Grundidee des jeweiligen Vorreiters auf, verbesserten bzw. optimierten diese Idee nach eigener Vorstellung weiter und legten dann Ihre Exponate der Öffentlichkeit vor. Zu ihnen gehören Herbert und Schmidt auf der einen Seite und Jahoda und Ochsenreither auf der anderen. Was bedeutet nun aber diese eine und die andere Seite? Nun, während Morell, aber auch Ochsenreither und Jahoda, den Patienten als „aktives elektronisches Element“ in den Regelkreis ihrer Geräte einbezogen, nutzen Copen, Herbert und Schmidt den „Stimmgabel-Effekt“ für den Probanden. Im ersten Fall fungiert der Patient selbst als „variabler, steuerbarer Wellengenerator mit Feedback-Potential“, im zweiten wird ein externer Wellengenerator benötigt, um – bei richtig gewählter Einstellung – den Patienten zum Mitschwingen anzuregen. Die Morell’sche Idee wird daher auch „Biokybernetik“ (da regulierend direkt in die biologischen Steuerungsmechanismen eingegriffen wird) genannt, während die andere als „Resonanztherapie“ oder auch „Radionik“ bekannt geworden ist.
Für die radionische Geräteschiene, zu deren besten, großauflagigsten und erprobtesten Vertretern – nach wie vor – die englischen, seit einem halben Jahrhundert produzierten und immer wieder verbesserten, Entwicklungen des Prof. Copen zählen, galt bislang immer als einziges diagnostisches Mittel die Ruten- oder Pendeldetektion. Ganz klar, dass in einem „aufgeklärten Deutschland“ – gelinde gesagt – Vorurteile seitens der Masse der Mediziner existierten, aber auch eine Angst vor dem Unbekannten, die sich nicht selten in Aggression verwandelte.
Hier können wir gleich in England bleiben, wo Koryphäen wie De La Warr, Copen, Rae und viele mehr die elektronische Nachstellbarkeit in Sachen Homöopathie vorangetrieben haben.
Der Wunschtraum eines jeden klassischen Homöopathen ist die sofortige Verfügbarkeit eines repertorisierten Mittels in passender Potenz, um dem Patienten dieses Mittel gleich im Anschluss an die Sitzung verabreichen zu können. Noch besser wäre die Verfügbarkeit nicht nur in Tropfen oder Globuli, sondern auch als Darreichungsform der Ampulle. Leider war das immer nur ein schöner Traum, denn für keinen Therapeuten rechnet es sich heute noch, mehr als zehn Potenzen eines Mittels vorrätig zu haben. Und das auch nur für die etwa 200 wichtigsten Mittel, darunter meistenteils die sogenannten Polychreste, also Mittel, die sich durch eine möglichst breitbandige Symptomenkompatibilität auszeichnen. Dadurch fielen natürlich die „kleinen, aber feinen“ Mittel durch den Rost. Und so musste man sich begnügen, manchmal nicht das „Mittel der ersten Wahl“ zu verabreichen, sondern die vierte, siebente oder zehnte Wahl in vielleicht auch nicht der absolut richtigen Potenz zu applizieren. Folgen waren niedrige Wirkeffekte ohne eindeutige Zielrichtung oder gar heftige Überreaktionen. Um diese Fehlerquellen auszuschließen, suchten Heiler, Techniker, aber auch Ärzte, seit über 100 Jahren nach Möglichkeiten, homöopathische Zubereitungen jeglicher Art und in jeder denkbaren Potenz – möglichst ohne riesige Lagerhaltung – immer vorrätig zu haben.
Was da eigentlich doch sehr widersinnig klingt, nämliche alle denkbaren Mittel in allen denkbaren Potenzen vorrätig zu haben, und das ohne Lagerhaltung, war in der Tat der Königsweg.
Näher an dieses Ziel kam man heran, nachdem Prof. Dr. med. Albert Abrams in den Zwanziger-Jahren des 20. Jahrhunderts den ersten Radionikapparat der Moderne, seinen „Bio-Dynamometer“ mit „Dynamisierer-Einheit“ konstruiert hatte. Dieses Gerät hatte nur drei Einstellknöpfe. Und dennoch brachte Abrams binnen wenigen Jahren ein erstes „Ratenverzeichnis“ zustande. – Das Wort „Rate“ hat nichts mit einem Teilzahlungsvertrag zu tun, sondern ist aus dem Englischen und bedeutet u. a. „Verhältnis“; gemeint ist dabei das Verhältnis der Einstellknöpfe zueinander. Wenn die Knöpfe z. B. bei „0-5-0“ standen, so bedeutete das bei den ersten Geräten, dass bei einem elektrischen Widerstand von 50 Ohm zwischen Proband und Dynamisierer-Einheit (bei Klopfresonanz am Bauchbereich) leider festgestellt werden musste, dass der Patient an einem Krebsleiden erkrankt ist. Obwohl spätere Radioniker Geräte entwickelt haben, die teilweise ein Vielfaches der Regler des Bio-Dynamometers  aufweisen, so sieht doch noch immer die Krebs-„Rate“ bei fast allen angloamerikanischen Systemen gleich aus, z. B. auf einem 15-stelligen Copen-Apparat: 0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-5-0. – Der Preis übrigens, den Abrams zu zahlen hatte, war der Verlust seiner Reputation. Er wurde zunächst verlacht, später angefeindet, verleumdet und kaltgestellt – insofern haben sich die Zeiten nicht geändert. Somit ist er in bester Gesellschaft, denn auch den hellsten Köpfen der heutigen Schulmedizin ging es nicht anders: Starre beherrscht unser Medizinsystem.
Was ursprünglich aus nicht viel mehr als aus ein paar Potentiometern bestand, die in Reihe geschaltet waren, wurde für einen gelernten Elektroniker immer konfuser: Der Kreis der Potentiometer wurde per Kabel geschlossen, eine einfache Spule entstand so. Später wurden die Kabelführungen nach bestimmten ausgependelten oder intuitiv entdeckten Mustern weiter in sich gewendelt (z. B. zur „Orgon-Spule“), so dass nicht nur der rein körperliche Bereich abgedeckt werden konnte, sondern auch immer weiter in die höheren Sphären des Menschen vorgeschritten werden konnte. Aber auch Pflanzentinkturen konnten immer genauer gewertet und in Raten umgewandelt werden.
Schließlich wurde etwa Ende der Fünfziger Jahre die Möglichkeit entdeckt, die Pflanzenrate einzustellen, um sie mit einer Zusatzeinheit an Reglern zu „potenzieren“. Dieses Gerät hieß „Vibro-Potentiser“, wurde im Jahre 1960 erstmals vorgestellt und war, in seinen noch sehr eingeschränkten Möglichkeiten, der Urvater heutiger Ratengeneratoren und Potenzierer.
Die elektrische Verbindung der – an sich – passiven Bauteile hatte eigentlich weniger elektrischen als imaginären Charakter. Das ist erklärungsbedürftig. Als Beispiel mag ein kleines Lämpchen dienen, was – an eine Spannung gelegt – leuchtet, also Lichtwellen aussendet. Gewöhnungsbedürftig ist der Gedanke, dass – so das imaginäre Denken – ein Lämpchen (das ja Licht aussenden kann) Licht oder Photonen auffangen kann und an eine imaginäre Schaltung, also „das Bild einer Schaltung“ weiterleiten kann. Was auch immer für nichtelektrische Bauteile hinzugezogen werden (Edelsteine, Nylonnetze, Celluloid-Fräs-Rechen usw. als „Speicher- oder Prozessor-Elemente, als Antenne usw.“), man kann sagen, dass etwa ein knappes Drittel der so hergestellten Geräte zumindest nachweisbare Grundfunktionen aufweisen; und es sind immer wieder die Geräte derselben Hersteller, die durch gute Funktion überzeugen. Das hat natürlich damit zu tun, dass ein Konstrukteur, der „den Dreh“ heraus hat, auf dieser Basis weiter arbeitet. Und so gehören die englischen Copen Labs., die nun auch in München eine agile Niederlassung besitzen, seit fünf Jahrzehnten zur erfolgreichen Führungsspitze auf dem Weltmarkt der Homöopathie-Geräte.
Keine Angst! Gab es bisher nur Radionik-Geräte, die ausschließlich mit Rute, Pendel oder unter Einbeziehung kinesiologischer Tests „getunet“ werden konnten, so gibt es seit den Achtziger Jahren doch eine elektronische Akupunkt-Testmethode, die ursprünglich exklusiv für den Nachweis einer Effizienz radionischer Wellengeneratoren entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um die einfach zu erlernende D-Methode.
Ich selbst war zu jener Zeit, in der ich voller Neid auf die angepriesenen Fähigkeiten radionischer Geräte blickte, nicht (reproduzierbar) ruten- oder pendelfähig. Das riss mich jedoch nicht dazu hin, zu behaupten, „die Trauben seien zu sauer“, ,,es“ funktioniere nicht. Im Gegenteil: Als ursprünglich „gelernter“ Theologe hielt ich wahrscheinlich mehr Unsichtbares für möglich, als dies das Gros nüchterner Naturwissenschaftler tut. Die D-Methode wurde von mir Ende der Achtziger-Jahre eigens und vordringlich für die Verbindung von Radionik und elektronischer Diagnostik entwickelt. Die wichtigste und ausschlaggebendste Entdeckung dabei war, dass sich die zur Untersuchung herangezogenen „Geräte-Emissionen“ in Kabeln kanalisieren und weitgehend verlustfrei weiterführen ließen. – Die D-Methode  ist eine stark vereinfachte, leicht erlernbare Messmethode, in die auch Anfänger ohne großen (auch materiellen!) Aufwand einsteigen können. Dazu aber später mehr.
 

Radionik
Vielfach wird der Begriff Radionik sehr schmalbandig eingesetzt: Radionik bedeutet für viele der ausschließliche Gebrauch eines Radionik-Gerätes als Fernbehandlungsgerät. Um den „Automatic Selector Potentiser 90/9f“ als solches Fernbehandlungsgerät zu benutzen, also um den Patienten nicht direkt oder mittels Bestrahlung, sondern über einen „Beweis“ (Haarlocke, Blutstropfen usw., auch über raummäßig weite Distanzen) zu behandeln, ist es notwendig, ein Zusatz-Gerät einzubeziehen, nämlich den „Auto-Radionic Broadcaster – EECS Card Operated“, der mit den passend programmierten Speicherkarten der „Nummer Neun“ bestückt werden kann. Da diese Behandlungsform in Deutschland außerhalb von Selbsthilfegruppen und Forschungsprojekten sehr umstritten ist, belasse ich es hier bei der Erwähnung dieser Möglichkeit und verweise auf die Radionik-Bücher von Prof. Copen.
Dennoch möchte ich versuchen, zu veranschaulichen, was – in diesem Zusammenhang – Radionik bedeuten kann. Für mich ist Radionik zu über 90% Direktbehandlung bzw. Direktbestrahlung; lediglich einige Versuchsreihen zielten auf „Long-Distance-Treatment“. Für mich ist auch wichtig, in Kürze den Stellenwert eines radionischen Gerätes zu erläutern: Copen nennt viele seiner Geräte „Instruments“, also Mittler bzw. Hilfsmittel. Sie alle wären wertlos ohne den Operator und den Ur-Operator (= Konstrukteur), der ihnen die Funktionen zugewiesen hat. Dass unsere technikfokussierte Zeit das Gerät an sich überbewertet, liegt nicht an den Pionieren Drown, De La Warr, Tansley, nicht zu vergessen Abrams, sondern am Zug der Zeit, Verantwortung zu delegieren: Ein Gerät, das ich personalisiere, spricht mich letzten Endes von meiner eigenen Verantwortung frei.... – Natürlich nicht!
So gesehen führt das Wort „Radionik“ den inneren Pointer auf eine nicht ganz richtige Fährte, nämlich das Verschlucken des Wortteiles „Radi“ und Herausstellung des Teiles „onik“, der eine deutliche Assoziation auf das welthäufige „tronik“ oder „Elektronik“ gebietet. – Legen wir also bitte wieder mehr Wert auf den ersten Teil des Wortes und lassen uns von keinem Hersteller mehr einreden, dass sein „Instrument“ von alleine funktioniert, egal, ob ich als Operator davon überzeugt bin oder nicht. Im Gegenteil: Erst das spirituelle Engagement entscheidet über die Qualität des Operators. Wir müssen uns also über ein paar Dinge klarwerden:
1. Ich als Operator bin Batterie und Motor des radionischen Gerätes gleichzeitig.
2. Die verwendeten elektronischen Elemente haben nicht viel mit technischer Elektronik zu tun, sondern mit einer „Grobfunktion“, die sich der Ur-Operator vorgestellt hat. Ein radionisches Gerät wie „Nummer Neun“ ist also keinesfalls verwandt oder vergleichbar mit einem auf Frequenzbereiche abzielendes Gerät wie MORA, BICOM o. ä. Dass ein solches radionisches Gerät dennoch funktionieren kann (abhängig von dem, was sich der Konstrukteur dabei gedacht hat), sollte uns zu denken geben. Und sollte die „naturgemäße“ Feindseligkeit zwischen radionischem und technischem Elektroniker mildern helfen.
3. Da ein solches Gerät offensichtlich eine Brücke zum Innersten des Operators darstellt, ist es durchaus denkbar, dass Menschen mit großer Imaginationskraft derartige Geräte vollständig umgehen könnten, indem sie sich etwas „einbilden“, das so wahr werden kann. Therapeutisch nutzbar wäre ein solcher Effekt z. B. mit der Manuellen Kraftübertragung (MKÜ) , wie ich mich selbst sehr oft überzeugen konnte. Allerdings haben nicht viele Menschen diese Fähigkeit, so dass wir wohl nicht um das Potenzierungsgerät umhinkommen. Aber: Ein radionisches Gerät kann nur funktionieren, wenn wir es zulassen.

Was tun mit einem „Automatic Selector Potentiser 90/9f“?
Der Automatic Selector Potentiser 90/9f ist ein Potenzierungsgerät, mit dem man beispielsweise aus einer homöopathischen Urtinktur eine C 200 herstellen kann. Und aus einer Paracetamol-Tablette Paracetamol-Tablette D 60. Oder aus einem Brötchen Brötchen C 1.000.000.000. Weiterhin können wir aus einer vierstelligen Anzahl von Presets Homöopathika, Nosoden oder gar fertige Komplexmittel abrufen, als Urtinktur „ausgeben“ oder aber mit jeder beliebigen und verfügbaren Potenz versehen. Und das innerhalb so kurzer Zeit, die im Vergleich zur manuellen oder maschinellen Herstellung geradezu unheimlich wirkt. Wobei bei Potenzen unter der D 23 die sonst bei Homöopathika üblichen „materiellen Verunreinigungen“ wegfallen. Wir erhalten also ein „energetisch-informatorisches Abbild in gewünschter Potenz“.
Was sind materielle Verunreinigungen? – Es handelt sich hierbei um die ausgangsproduktspezifischen, von Charge zu Charge sehr unterschiedlichen Anteile von (beispielsweise) Phyto-Wirkstoffen (z. B. das Hypericin des Johanniskrauts), aber auch die chemischen Substanzen, die bei der Verarbeitung eines Ausgangsproduktes heute eingesetzt werden; nicht zu vergessen die variierenden Schadstoffbelastungen der Umwelt. Das sind nicht nur Alkohol-Wasser-Gemische oder Glyzerin, sondern bei der Aufzucht von Pflanzen als Monokultur eingesetzte oder unwissentlich zugeführte (oder auch vorenthaltene) Stoffe, wie zum Beispiel Schwermetalle, Pestizide, Nährstoffe usw. Außerdem ist das Säure-Basen-Verhältnis der Böden einer Monokultur anders als bei Mischwuchs oder gar Wildwuchs, so dass bestimmte Stoffe von der Pflanze erst gar nicht aufgenommen werden. Auch die chemische Verarbeitung und Vorbereitung von Mineralgestein als Ausgangsprodukt für homöopathische oder biochemische Zubereitungen ist heute nicht mehr unbedingt so, wie sich Hahnemann und seine Schüler das einmal vorgestellt haben.
Anfang der Neunziger Jahre hatte ich den ersten Kontakt mit dem „Automatic Selector Potentiser 90/9f“. Mittlerweile stellte ich (wie auch bei dem schon von mir getesteten HOMÖO-PLUS von MEDEA 7) fest, dass nicht nur Raten oder Niedrigpotenzen in teilweise exotische homöopathische Potenzen wie D 98 problemlos überführt werden konnten, sondern auch bestehende Homöopathika, wie Sulfur D 100 in Sulfur D 6 oder Arnica C 90.000.000 in Arnica D 3 oder auch Nux vomica LM 18 in Nux vomica Ø (Basic) transferiert werden können. – Und das hat einen verblüffenden Grund. Nach Auffassung von Dr. med. Franz Morell, dem geistigen Vater des MORA-Gerätes und dessen Konstrukteur, Dipl. Ing. Erich Rasche entsprechen homöopathische Potenzen – je nach ihrer Höhe – Bandpässen, die sich, unabhängig vom mit dieser Potenz verknüpften Mittel, immer wiederholen; beispielsweise D 6 bis D 8 bis 1000 Hertz, D 12 bis D 15 bis 5000 Hertz, D 30 bis D 60 bis 10000 Hertz usw. Das soll nicht bedeuten, dass sowohl Pulsatilla D 6 als auch Graphites D 6 identische Bandpässe aufweisen (sonst wären es identische Mittel), sondern nur im Circa-Bereich um den definierten Frequenzbereich herum (das eine vielleicht 295 Hertz, das andere möglicherweise 317 Hertz).
  


Abbildung 1: Potenz- und Frequenzentsprechungen (© 1996 H. O. Dittmer)


Außerdem wissen wir von Physikern wie Dr. rer. nat. Wolfgang Ludwig, dass Frequenzen über 1 Million Hertz, also 1 MHz , nicht oder nur unzureichend auf Wasser, wässrigen Medien (z. B. ein Äthanol-Wasser-Gemisch, wie in homöopathischen Tropfen verwendet) gespeichert werden können. Würden wir diesen Gedanken nun konsequent weiterverfolgen, so würde dies bedeuten, dass sämtliche Potenzen oberhalb von etwa D 4000 bzw. C 2000 nicht mehr auf Dauer speicherbar sind (siehe Abbildung 1)! Das Gegenteil ist der Fall! Ich kann sehr wohl lange haltbare und gut wirksame homöopathische Dilutionen in Potenzen von beispielsweise C 50.000 in meiner Apotheke kaufen. Ich kann auch mit dem MORA-Gerät eine Arnica D 500.000 „kopieren“, obwohl der 1 MHz-Rahmen dabei mehrfach gesprengt würde! Haben sich Physiker oder Konstrukteure geirrt? Ich denke nicht! Denn die Erklärung ist ganz einfach: Oberhalb des materiellen Sektors, ab D 23, besteht ein Homöopathikum nur noch aus zwei Informationen, nämlich der konstanten Basis- und der variablen Potenzinformation, wobei die Basisinformation der Urtinkturinformation entspricht. Keine Frequenz im bisher angenommenen Sinne! Und damit entsprechen diese beiden Informationen eher der Charakteristik einer Rate, die ebenfalls keine Frequenz ist, sondern die Adressen für Frequenzbündel beinhaltet, die dann verschiedentlich auch „Schwingungsmuster“ genannt werden. Vergleichen wir das ruhig mit der Adresse im täglichen Leben: Hinter der einen Anschrift verbirgt sich das Empire State Building, hinter der anderen ein unbebautes Gartengrundstück. Und erst, wenn wir vor der entsprechenden Hausnummer stehen, bekommen wir mehr Informationen (Wohn- oder Bürohaus, Alter des Hauses, wieviele Bewohner, muss das Dach neu eingedeckt werden ..... und Zehntausende anderer Spezifikationen), die dann den „freigesetzten“ Einzelfrequenzen entsprechen. – Soviel erst einmal zur meiner „Homöopathie-Theorie“ (die etwas ausführlicher in meinem „MKÜ + Radionikband“ vertieft wird) und zum Homöopathisierungsteil.
Sehr praktisch ist der integrierte Speicher von „Nummer Neun“, in dem nicht nur sämtliche Einzelmittel nach der Materia Medica von Boericke abgelegt sind, sondern auch eine ganze Reihe energetischer Komplexmittel. Wir haben hier außerdem die Möglichkeit, den ASL90/9f das passende Mittel in passender Potenz selbst aussuchen zu lassen, vollautomatisch oder halbautomatisch. Das funktioniert nicht etwa nach dem Prinzip der elektronischen Bioresonanz, indem die Eingangsinformation (die durch Blutstropfen oder ein paar Haare repräsentiert wird) insgesamt hergenommen und invertiert, also zum „Ausnullen“ pathogener Informationen um 180° gedreht wird, auch nicht durch einen integrierten Scanner, der das Frequenzspektrum ausgesandter Informationen abtastet, um dann pathologisches Geschehen zu selektieren, um dann aus dem Einzelmittel-Fundus das korrekt repertorisierte Mittel auszuwählen. Nein, es geschieht vollkommen anders:
In unseren „technisierten Köpfen“ ist allzu fest verankert, dass eine Maschine, ein Apparat ein aktives Teil ist. Copen nennt viele seiner Produkte jedoch „Instrumente“. Instrumente selbst sind jedoch tote und unnütze Gegenstände, solange es keinen „Operator“ und keinen Patienten gibt. Denken Sie dabei an eine Geige: Sie ist das Instrument, der Geiger der Operator, und das Publikum der Patient. Erst die Fertigkeit des Operators, auch seine innere Überzeugung und seine innere Einstellung zur dargebotenen Musik übermittelt eine Mischung aus dem, was der Komponist geschrieben hat und dem, wie es der Operator interpretiert. Und aus dieser Mischung resultiert der Effekt beim „Patienten“, dem Publikum. Das Instrument ist also Mittler, nicht Akteur. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir eine Geige, das Skalpell des Chirurgen, den Schraubenzieher des Elektrikers oder aber ein Copen-„Instrument“ vor uns haben. Ein Instrument ist passiv, und es muss immer etwas geben, was ihm Daseinsberechtigung, und damit eine gewisse Form von „Leben“ einhaucht.
Im Auto-Selektionsmodus eines ASL90/9f jedoch sind zwei Operatoren nötig: der eigentliche Bediener und als – gewissermaßen – Aktivteil oder Generator genannter „Beweis“. Und so werden durch den ASL90 auf der einen Seite die radionischen Informationen sämtlicher Homöopathika als „energetische Lichtmixtur“ bereitgehalten, während auf der anderen Seite der Patientenblutstropfen seinerseits Photonen emittiert, wobei sich gleichartige Photonen „anziehen“. Wenn sie sich „in der Mitte treffen“, muss diese feinstoffliche, aber immer noch elektromagnetische Information lediglich aufgefangen, kanalisiert und zum Ausgangsbecher oder erst durch die Potenziereinheit, und dann zum Ausgangsbecher geführt werden; so entstehen Homöopathika übrigens auch bei manueller Verschüttelung.
Sie merken es: Bei packenden Themen wie der Homöopathie, und speziell der Energetischen Homöopathie vergaloppiere ich mich leicht. Also zurück zum Thema: Was können wir anstellen mit dem Automatic Selector Potentiser 90/9f? Da gibt es eine ganze Hand voll Möglichkeiten:
1. Einzelmittel-Modus (Modus A): Auswahlmöglichkeit aus über 2000 energetisch gespeicherten Einzelmitteln, wobei jedoch fast 600 Mittel nach ihren englischen Bezeichnungen zusätzlich, und somit doppelt, gespeichert sind.

2. Komplexmittel-Modus (Modus B): Hier haben wir 196 energetische Komplexe, die aus Copen’s Materia Medica stammen.

3. Automatic Selector (Modus C): In diesem Modus werden passende Homöopathika automatisch, halbautomatisch oder manuell aus einem Patientenmuster ausgewählt (Kommentar dazu: sh. oben).

4. Das Kopierverfahren (Modus D): Was heute gang und gäbe ist, hat Copen schon vor Jahrzehnten gekonnt, der 1:1 Transfer vom Ursprungsmedikament auf eine Neutralsubstanz. Aber auch das Umpotenzieren bestehender Homöopathika.

5. Karten-Speicher-System (Modus E): Auf diese Karten aus „Scheckkarten-Material“ kann die erstellte Information gespeichert bzw. zwischengelagert werden. Jede Karte kann durch eine „Dekodier-Funktion“ immer wieder gelöscht und wiederverwendet werden.

6. Direktbehandlungsmodus (Modus F): An der Gerätefront gibt es zwei Buchsen, an denen mittels handelsüblicher Laborkabel eine Direktbehandlung durchgeführt werden kann. Obwohl keine messbaren Ströme fließen, sollte aus rechtlichen Gründen im täglichen Praxisbetrieb eine Direktbehandlung unterbleiben, solange das Gerät in Deutschland nicht nach der „Medizinischen Geräteverordnung“ oder Nachfolgeverordnungen bauartgeprüft ist.

7. Manuelle Potenzierung: Jegliche Art interner und externer Informationen können komfortabel potenziert werden, und zwar in D-, C- und F-Potenzen. Neuerdings soll es, nicht zuletzt durch den persönlichen Einsatz von Dipl. Ing. Harald Rauer, ein Äquivalent für die LM-Potenzen geben. Diese Option kann praktisch (wie auch andere Extras) nur bei Erwerb des Gerätes geordert, später jedoch nicht mehr nachgerüstet werden. – Da ursprünglich jedoch LM-Potenzen zur Verringerung von Erstreaktionen in die Homöopathie Eingang fanden, werden sie nun eigentlich wieder völlig unnötig, denn Exaktpotenzen, wie mit dem Automatic Selector Potentiser 90/9f erzeugt, haben ohnehin eine milde Wirkung, auch wenn sie im Centesimalbereich angesiedelt sind! Die Zusatzoption der LM-Potenzen halte ich selbst daher nicht für so wichtig.

Zur Abgrenzung gegen andere, rein elektronisch arbeitende Systeme, die ebenfalls homöopathisieren können, muss für den Automatic Selector Potentiser 90/9f geltend gemacht werden, dass es sich dabei um einen Umsetzer (sh. auch Seite 7, Stichwort „Informationen“) und keinen Frequenzfilter handelt; mit einem Frequenzfilter nämlich wäre das Hinabpotenzieren (z. B. aus einer LM 20-Information eine D 8 herstellen) nicht möglich, da ein Wiederhinzufügen des physikalisch abgeschnittenen, nur noch „aurisch“ vorhandenen, unteren Frequenzbereiches so nicht möglich ist. Mit der etwas „anderen Physik“ eines Umsetzers, die ich gerne imaginär oder metaphysisch (im nicht-theologischen Sinne) nenne, jedoch schon, denn er trennt die Basis- von der Potenzinformation und ersetzt dann die alte durch eine neue (die eingestellte) Potenzinformation. Sicherlich: Vieles klingt unverständlich oder gar gegensätzlich. Ich selbst habe knappe 10 Jahre benötigt, um zu begreifen, dass bei Radionik keine Frequenzen abgespeichert oder übertragen werden, sondern diese Frequenzen erst im Zielmedium „entstehen“ bzw. dort freigesetzt werden. Mit dem MORA-Gerät werden Frequenzen übertragen, wenn Frequenzen am Eingang anliegen (Super bis etwa 250.000 Hz, Standard bis ca. 40.000 Hz phasenstabil). Wenn jedoch eine als Rate gespeicherte Information am Eingang des MORA-Gerätes anliegt oder ein Homöopathikum, so kann sie – unabhängig von der Frequenzbandbreite des „adressierten Bereiches“, auch wenn dieser bis in den Terahertz-Bereich hineingeht – ohne Einbußen 1:1 übertragen werden. – Problematischer wird es, wenn Rate und lebender Organismus am Eingang liegen – dazu aber im MKÜ-Buch mehr...

Was stellt der Homöopath damit an?
Der klassische Homöopath hat hier die einmalige Chance, mit den inzwischen etwa 2000 dublettenfreien zur Verfügung stehenden Raten homöopathischer Grundmuster und Hunderten einstellbarer homöopathischer Hauptpotenzen (stufenlos regulierbar!) eine „homöopathische Apotheke“ auf einem winzigen Tischchen ständig verfügbar zu haben. Schöpft man alle manuell einstellbaren Möglichkeiten aus, so stehen mit den 2000 homöopathischen Grundmustern – sofort abrufbar – gut 700.000 verschiedene homöopathische Möglichkeiten zur Verfügung, ohne Probleme der Lagerhaltung, ohne Verfallsdaten, die bei Homöopathika sowieso eher politisch als real sind (sofern sie richtig gelagert werden) usw.
Da es sich um ein Preset-Gerät ohne eigenes Raten-Einstellsystem handelt, ist damit das Ende erreicht. Allerdings gibt es eine Zuprogrammierfähigkeit über ein Zusatzgerät (,,ASL Selective Diagnostic/Programming Unit“ ASLD 90 PR1), das die Möglichkeit bietet, den ASL90/9f mit allen übrigen Copen-Raten zu erweitern, so dass am Ende rund 1,5 Millionen potentielle Similima (Einzelmittel plus Organraten plus Allergene usw. in vielen, vielen Potenzen) auf ihren Einsatz warten. Würden wir dann für jedes 10-Gramm-Fläschchen mit Globuli durchschnittlich 7 DM rechnen und dazu die Turnhalle, die wir für die komplette Lagerung brauchen würden...
Bedenken wir, dass bei herkömmlicher homöopathischer Verschüttelung schon geringe Dosisschwankungen das Ergebnis D sowieso zur Farce werden lassen, ist es leichter verständlich, dass wir hier rein rechnerisch manchmal gravierende Abweichungen haben: Anfang des Jahres machten wir u. a. Vergleiche mit Gelsemium C 30 als pharmazeutisch hergestellte Globuli, und als Globuli derselben Potenz, einmal hergestellt über den Automatic Selector Potentiser 90/9f, zum anderen mit drei anderen Homöopathisierungsinstrumenten. Dabei stellten wir fest, dass die industriell hergestellten Globuli im Resonanztest eher einer C 38,5 entsprachen, auf keinen Fall einer C 30. Am „Automatic Selector Potentiser 90/9f“ ist im Ergebnis (also das mit diesem Gerät hergestellte Homöopathikum) zwar einiges anders, aber die Vorlage und das Vorgehen ist identisch wie bei der Vorarbeit des klassischen Homöopathen.
Außerdem fließen bei einer Handverschüttelung Informationen (kranke wie gesunde, beide aber ungewollt!) der Aura des Verschüttlers mit ein. Bei maschineller Herstellung wird zusätzlich bei jedem Potenzierungsschritt die 50-Hertz-Information des Abtriebsaggregates mit „hineingeklopft“, ganz zu schweigen davon, dass die kleinen Klopfgefäße nur sehr unzureichend ausgewaschen werden können bzw. Rückstände von Reinigungsmitteln beim nächsten Gang zwangsläufig mit potenziert werden. Wir hätten also letztendlich einen Potenzakkord an Störinformationen, der so penetrant werden kann, dass die eigentliche Information des Homöopathikums darunter vollends verdeckt werden kann oder nur noch rudimentär zur Verfügung steht.
Kritiker des ASL90/9f können mir entgegenhalten, dass dieses Gerät eine „Elektrosmog-Schleuder ersten Ranges“ sei. Selbstverständlich haben wir die ausgesandten Wechselfelder gemessen und kamen (bei einer allgemeinen Raumbelastung von 8 V/m) auf etwa 45 V/m in 180 cm Entfernung vom Gerät, 125 V/m in 100 cm Entfernung, 1250 V/m in 15 cm Entfernung. Und das im ausgeschalteten Zustand. Schalten wir ein, so verringert sich das Störfeld um etwa 30%, und wenn ein Mensch seine Hand in den innersten Kreis dieses Feldes gibt, wird es „umgeleitet“, und wir messen nur noch 10 bis 30% des ursprünglichen Wertes. Dennoch gibt es einen Vorteil gegenüber des oben genannten Klopfantriebes: Die Wechselfeld-Information wird nur einmal in äußerst geringem Maße, und nicht für jeden Potenzierungsschritt aufgeprägt. – Ich will damit signalisieren, dass das Problem bekannt ist, aber durch Kurzgebrauch und Steckerziehen nach Gebrauch weitestgehend zu umgehen ist (obwohl keiner meiner elektrosensitiven Patienten je eine negative Empfindung – trotz nur 70 Zentimetern Entfernung – angegeben hat). – Dafür erhält der Therapeut als Ergebnis die exaktesten Homöopathika, die mit einem solchen Gerät nur möglich sind!
Betrachten wir es aber auch einmal anders herum: Könnte es nicht sein, dass Copen durch das überauffällig austretende und unsere „Nummer Neun“ umgebende Wechselfeld den Operator enger mit dem Instrument verbindet? Für ein Gerät, das es erst seit 1990 auf dem Markt gibt, scheint diese Überlegung durchaus berechtigt. Ein einfaches Abschirmblech hätte für deutliche „Linderung“ der Emission sorgen können. Es wurde jedoch nicht eingesetzt, und deshalb muss das Wechselfeld einer der „Wirkfaktoren“ der ASL-Serie sein...
Aus dem Blickwinkel manueller und maschineller Verschüttelung heraus ist es für ernsthaft arbeitende Homöopathen fast „Pflicht“, ein System einzusetzen, das Unwägbarkeiten ausschließt und Exaktpotenzen produziert.
Der klassische Homöopath „an sich“ ist jedoch bekannt dafür, dass er nur sehr starr in den Grenzen des Organon denkt. Und in Hahnemanns Organon ist kein Wort von der Möglichkeit eines Potenzierungsgerätes wie dem Automatic Selector Potentiser 90/9f erwähnt. – Das mutet jedoch ähnlich antiquiert an wie der Christ, der sich weigert, ein Flugzeug zu benutzen, weil das im Neuen Testament nicht erläutert worden ist.

Wege zum Similimum
Um mit einem Werkzeug wie dem ASL 90/9f effektiv umgehen zu können, benötigen wir natürlich Fingerzeige, um eine Mittelwahl samt anschließender Potenzierung einfach, aber doch zielgerichtet und ohne Umwege durchführen zu können. In der professionellen Praxis kommt es dabei sehr auf Zeitersparnis an, denn – man muss darüber reden können – es heißt immer noch „Time is Money“. Das bedeutet für Sie, je länger Sie an der Lösung eines Problems laborieren, desto teurer wird Ihre Dienstleistung für den Patienten (wenn Sie selbst nicht verhungern wollen); je teurer Sie aber sind, desto weniger wird sich der durchschnittliche Patient auf Dauer aber Ihre Dienste leisten können. Deshalb empfiehlt es sich, binnen sehr weniger Sitzungen einen „vorzeigbaren“ und akzeptablen Erfolg zu erzielen. Dabei helfen Ihnen – mehr oder weniger – folgende Möglichkeiten:

„Pi mal Daumen“
Entweder Sie haben es als „Arzt für Allgemeinmedizin“ in einem Zusatzstudium und Praktikum von – zusammengezählt – etwa vier Wochen zum „Facharzt für Homöopathie“ gebracht, oder dasselbe innerhalb von ein bis zwei Jahren als Heilpraktikerschüler erlernt, so haben Sie leider nur die Faustregeln im Kopf. Eine Repertorisierung nach den Regeln der klassischen Homöopathie bringt etwa 30 bis 50 Mark in die Kasse. Aber dafür kann keine verbale und regelrechte Vollrepertorisierung von dafür erforderlichen drei bis sechs Stunden Patientenarbeit plus anschließender Auswertung erbracht werden, ohne dass der Therapeut und seine Helferinnen langsam Hungers sterben. Also werden immer wieder Vollrepertorisierungen abgerechnet, jedoch nur Teilrepertorisierungen erbracht, wobei die meist dabei eingesetzte Arbeitsleistung auch schon vom Laien nach der Lektüre eines ersten Homöopathie-Einführungsheftchens, wie es manchmal in Apotheken ausliegt (z. B. die 60-seitige DIN-A-6-Broschüre „Fibel der Homöopathie“ von Dr. med. E. Rehm), durchaus ebenfalls umgesetzt werden kann. Denn es wird nicht nach Symptomen und Schlüsselsymptomen gefahndet, sondern es wird die Homöopathie indikationsmäßig erfasst. Dabei erreichen wir einen ähnlichen Effekt wie bei der Behandlung einer nicht erkannten Schilddrüsen-Überfunktion (nur 50% aller Schildrüsen-Anomalitäten werden per Bluttest entdeckt) mit Beruhigungsmitteln wie Amitriptylin und Alprazolam (die Zittrigkeit und die psychischen Symptome gehen zurück, der Patient ist „geheilt“, solange er die Präparate anwendet), oder bei der Behandlung von „rheumatoider Arthritis“, Heuschnupfen und anderen Allergien der Coombs- & Gell-Klassen I bis IV mit Kortikoiden (alle Symptome gehen zurück, da die körpereigene Abwehr gegen vermeintliche und tatsächliche Eindringlinge [Folgen: Schmerz, Entzündungs- und katarrhalische Symptome usw.] wenn nicht „abgeschaltet“, so doch aber heruntergefahren wird, solange fleißig eingenommen wird. Nach einer dreimonatigen Einnahme bleiben Symptome oft verschwunden, nicht weil geheilt, sondern, weil die z. B. saisonbedingte Exponierung wegfällt).
Also zurück: Wenn Sie sich im Schnellkurs in die Homöopathie eingearbeitet haben, dabei fleißig die Polychreste auswendig gelernt haben und diese dann in der Potenz D 6 verordnen, dann fühlen Sie sich vielleicht auf der sicheren Seite. Wirkt D 6 nicht, wird dasselbe noch einmal mit D 4 versucht. – Ich höre immer wieder von den „Erfolgen“ eines „homöopathischen Hausarztes“, dessen Standardrepertoire aus Nux vomica D 2 und Belladonna D 3 besteht. Grippaler Infekt? Belladonna D 3! Nervenschmerzen? Belladonna D 3! Kopfschmerzen? Belladonna D 3! Schlafstörungen? Belladonna D 3! Schwindel? Belladonna D 3! Hautentzündungen? Belladonna D 3! Wadenkrämpfe? Belladonna D 3! Mandelentzündung? Belladonna D 3! Mittelohrentzündung? Belladonna D 3! Gallenkolik? Belladonna D 3! Und damit es nicht so langweilig wird: Gelenkprobleme? Nux vomica D 2! Magen-Darm-„Geschichten“? Nux vomica D 2! Psychische Probleme? Nux vomica D 2! Hämorrhoiden? Nux vomica D 2 etc. etc.
Sicher ist Ihnen hier aufgefallen, dass unser „erfahrener Homöopath“ hier keine wirkliche Homöopathie angewendet hat, sondern eine „kaum potenzierte Phytotherapie“, ähnlich Hahnemanns ersten Chinarinden-Versuchen. Nux vomica D 2 ist die einmal potenzierte Urtinktur, somit sind die Wirkungen der Nux-vomica-Inhaltsstoffe Strychnin, Brucin und Loganin noch im pharmakologischen Bereich, in dem man gemeinhin die Allopathie ansiedelt. Mit den ebenfalls in dieser Potenz noch stark giftig wirkenden Belladonna-Alkaloiden (wie Atropin) ist es ähnlich! Und: Mit derartig niedrigen Potenzen sind ausschließlich Befindlichkeitsstörungen zu heilen, die das körpereigene Abwehrsystem wahrscheinlich ohnehin nach kurzer Zeit von selbst geregelt hätte. Dauerhaften, chronischen Zuständen jedenfalls kann man auf diese Art und Weise nicht begegnen, wie das Überwechseln so vorbehandelter Patienten zu anderen Therapeuten beweist.
Wirklich ernsthafte Homöopathen erkennt man u. a. daran, dass sie sich nicht sehr oft mit den Substitutionspotenzen bis D 5 abgeben. Und auch die Regulationspotenzen (ab D 6) werden sehr sparsam eingesetzt. Um jedoch mit Potenzen ab D 30 effektiv arbeiten zu können, ist eine Symptomen-Repertorisierung nötig, da das Indikationsdenken hier nicht mehr greift. Und wenn dann doch mal ein Erfolg mit z. B. Indikation C 200 eintritt, so ist das ein großer Zufall oder ein Placebo-Effekt.
Denken wir in Indikationen, so verordnen wir bei Verstauchungen Rhus toxicodendron oder Arnica. Denken wir jedoch in Symptomen, so beachten wir das Zustandekommen und die Begleiterscheinungen einer Indikation, beispielsweise stechenden (Apis mellifica) oder ziehenden (Ranunculus bulbosus), vielleicht auch klopfenden (Lithium carbonicum) Schmerz, Anschwellung des (z. B.) Fußgelenkes (Hyoscyamus) oder Entzündung desselben (Mezereum) etc. Während wir mit beispielsweise Rhus toxicodendron eine rasche Linderung mit einem für längere Zeit noch verbleibenden „Restzwicken“ erzielen können, kann mit dem passenden Symptommittel eine noch schnellere Linderung ohne irgendwelche Restsymptome erzielt werden.
Aber was ist die passende Potenz? Während für den einen D 3 eine Niedrigpotenz und D 15 eine Hochpotenz ist, so ist für den anderen C 30 eine Niedrigpotenz und C 50.000 eine „höhere“ Potenz. Ich gehöre zu dieser Gattung. Meine „homöopathische Reiseapotheke“, für akute Fälle unterwegs, besteht überwiegend aus Homöopathika in C 30. Sicherlich ist es dabei von großem Nutzen, das Symptomenverzeichnis zu diesen Mitteln einigermaßen im Kopf zu haben. Aber jeder Versuch, so zu behandeln, bleibt ein Versuch! Deshalb ist es dringendst erforderlich, eine höhere Sicherheit zu erreichen, die über die Möglichkeit „Pi mal Daumen“ hinausgeht.

Repertorisierung
Die Möglichkeit einer systematischen Repertorisierung, also der Abfrage bestimmter und ausgewählter Symptome, ist sehr gründlich (aber sehr zeitaufwendig), leider aber auch mit mannigfachen Fehlermöglichkeiten behaftet. Denn der repertorisierende Homöopath ist ein Mensch, dessen Gedanken bereits vor Beendigung der „Beweisaufnahme“ in eine bestimmte Richtung abschweifen können.
Im Synchron-Versuch an einem Patienten und vier klassischen Homöopathen wurde jede Frage und jeder Gedankenschritt dokumentiert. Beim abschließenden Vergleich wurden von diesen vier Therapeuten drei verschiedene Mittel als Simile herausgefunden. Auch die Bewertung des Zustandes (chronisch/akut) war durchaus unterschiedlich. Die beiden Behandler, die dasselbe Mittel vorschlugen, hatten jeweils andere Vorstellungen von der optimal wirksamen Potenz. Da für jeden Schritt eine Notiz vorlag und zusätzlich eine Tonbanddokumentation, konnte gezeigt werden, dass sich die vier Spezialisten nicht nur durch den „Text“ der Antwort, schon durch Stimmlagenänderungen, Denk-Pausen etc. beeinflussen ließen. Dass an diesen Scheidewegen dann die Einschätzungen immer wieder abdrifteten, schließlich nichtpassende Mittel in Phantasiepotenzen ausgewählt wurden, konnte anhand eines vierfachen Resonanztests (D-Methode als Vertreter der Akupunkttests, Theodon-Test, Kinesiologie und Nogier-Reflex) überprüft werden.
Aus diesem Grunde habe ich recht früh, nach zeitaufwendigen Lochkarten-Studien, computergestützte Repertorisierungen eingesetzt, begonnen mit einer bescheidenen 350-Symptomen-Sammlung für den legendären Commodore C 64 (Bernd Zille Software, Frankfurt/Main), zu einer Zeit, als auf den meisten IBM-PC’s noch das CP/M-Betriebssystem lief. Freilich war es mit diesen Programmen nicht unbedingt angeraten, das am höchsten bewertete Mittel zu verordnen, denn es gab keine Differenzierungsmöglichkeiten. Und so testete ich damals nach der VEGA-Testmethode aus den ersten zehn am höchsten bewerteten Mitteln das vermutlich passende heraus. Die Testpotenz war immer D 6. Und wenn ich das passende Mittel hatte, testete ich die am besten passende Potenz aus in D 12, D 30, D 60, D 200, C 200 und C 1000. Vom Similimum, dem Ähnlichsten in optimaler Potenz, war ich damals noch weit entfernt. – Danach kam bald die Zeit des Betriebssystems MS-DOS, und es dauerte nicht lange, bis verschiedene homöopathisch-analytisch denkende Software-Programmierer ihre Repertorisationsprogramme vorstellten. So haben wir also Zeit gespart, eine höhere Effekt-Sicherheit erreicht und müssen jetzt eigentlich nur noch die richtige Potenz herausfinden, um aus dem Simile ein optimal wirksames Similimum zu fabrizieren. Sicherlich ist dabei die Möglichkeit, aus nur sieben zur Verfügung stehenden Potenzen eines jeden Mittels die 100% richtige zu finden, eine verschwindend geringe Chance. Also: kein Similimum, nur ein Simile, immerhin aber das „kleinere Übel“.
Ich fasse kurz zusammen: Das richtige Mittel können wir mittels Computer-Repertorisation höchstwahrscheinlich finden. Wir sparen damit auch viel Zeit gegenüber der Einzeltestung aller Mittel, jedoch die Optimal-Potenz müssen wir raten. Wie wäre es denn mit folgendem Vorschlag: Lassen Sie doch „einfach“ Ihren Patienten die für ihn richtige Potenz selber herausfinden! Um das sicher bewerkstelligen zu können, gibt es ein paar Testmöglichkeiten, mit deren Hilfe eine präzise Aussage möglich gemacht werden kann:
Sensitive und vegetative Tests
Was bedeutet „sensitiv“, und was bedeutet „vegetativ“ in diesem Zusammenhang? Auf eine ganz einfache Formel gebracht, könnte es etwas Ähnliches wie „aktiv“ und „passiv“ bedeuten.
Der Unterschied zwischen der Einhand-Rute (als Vertreterin der sensitiven bzw. aktiven Diagnostik-Sektion) und D-Methode (als Vertreterin der vegetativen bzw. passiven Diagnostik-Sektion) in der Detektion, ob nun eine Resonanz zu einem Mittel oder einer Potenz vorliegt oder eben nicht, ist signifikant:

  • Bei Rutenbenutzung koppelt sich der Fühlige in die Feinreaktion des Patienten auf einen Reiz von außen (z. B. durch ein in die Hand gegebenes Arzneimittel, Allergen usw.) ein; er muss sich persönlich sehr stark einbringen und fühlt – im wahrsten Sinne des Wortes – mit, und das kostet sehr viel Kraft!
  • Mit der D-Methode läßt sich, teilweise in Sekundenbruchteilen, die unmittelbare Widerstandsveränderung, die das Vegetativum des Patienten als Sofortreaktion auf einen Reiz von außen induziert, an einem einzigen Meridianpunkt feststellen. Der D-Therapeut fühlt also nicht mit, sondern muss nur sehr sicher und konzentriert arbeiten.
Die Vorteile der D-Methode liegen somit auf der Hand: Der Rutentherapeut bringt über Gebühr viel Eigenenergie ins Spiel, die ihn – arbeitet er nicht maßvoll – im Laufe der Zeit stark schwächen und somit empfänglich für Gesundheitsstörungen vieler Art (oft beobachtet in diesem Zusammenhang: Apoplexien) machen kann.
Zugegeben: Noch vor zehn Jahren habe ich es bedauert, nicht selbst auch mit der Rute in immer gleichbleibender Qualität umgehen zu können. Heute aber, nachdem ich in den letzten Jahren zunächst neidvoll, später aber eher besorgt, verstärkt auf die Workaholiker unter den Ruten- oder Pendelfähigen in meiner näheren und ferneren Umgebung geachtet habe, bin ich ganz froh, die D-Methode, das „elektronische Holzbein“ als Pendelersatz, aus verschiedenen bis dato schon existierenden elektronischen Diagnose-Methoden extrahiert zu haben (im Sinne von Vereinfachung). Oder sagen wir es anders: Ein professioneller Ratenentwickler und Rutendiagnostiker kann ab jenem Tag, an dem er nur eine Mark an Krediten für seine private oder berufliche Fortentwicklung aufnimmt, oder auch in knapperen Zeiten, in denen er  zunächst für seinen (eventuellen) Angestellten sorgen muss, nicht mehr „voller Unschuld“ und Unbefangenheit seinem Tun nachgehen: Die Qualität Aussagen kann dadurch Schaden nehmen, auch wenn er für sich behauptet „abschalten“ zu können. Radionik ist also nichts für Leute, die ihre selbstgebackenen Aussagen über den morphogenetischen Pool universeller (oder göttlicher???) Weisheit stülpen wollen.
Aber wir wollen doch einmal ein wenig genauer die Möglichkeiten untersuchen, die sowohl aktive als auch passive Tester (zu denen ich auch die Kinesiologen und die Anwender des Nogier-Reflexes rechne) im Zusammenhang mit dem ASL 90/9f haben. Eines jedoch kann auf jeden Fall schon vorweggenommen werden: Die sensitiven Tester haben es – wenn sie denn ihr Handwerk wirklich gut verstehen – ungleich leichter!

Rute und Pendel
Es gibt für den sensitiven Menschen, der wirklich zu 100% ruten- oder pendelfähig ist (und der sich nicht nur wegen eines Zufallserfolges dafür hält), keine Schwierigkeit, sowohl das richtige Mittel, als auch die richtige Potenz auszuwählen. Es gibt da beispielsweise verschiedene Techniken; ich nenne hier nur eine: Einzige Voraussetzung, das richtige homöopathische Mittel auszuwählen, ist das Mittelverzeichnis eines homöopathischen Herstellers. Bevor das erste Mal für einen Patienten gearbeitet wird, sollte das Verzeichnis ein einziges Mal „ohne zu lesen eingelesen werden“. Das bedeutet: Das Verzeichnis wird aufgeschlagen, der Zeigefinger auf die erste Mittelbezeichnung gelegt, dann fährt der Sensitive mit dem Zeigefinger schnell (ca. 5 Sekunden pro DIN-A-5-Seite), und von den Augen verfolgt, senkrecht über die weiteren Mittelbezeichnungen nach unten. Dabei ist es unerheblich, ob Sie ein Wort bewusst erfassen (= lesen) oder nicht; und was die einzelnen Mittel für Symptomenverbindungen haben, müssen Sie schon gar nicht wissen. Sie übergeben den Seiteninhalt auf diesem Wege an Ihr Unterbewusstsein. So wird mit jeder Seite des Verzeichnisses verfahren. Später können Sie dann mental die Seitenzahl jener Seite, auf der das optimal passende Mittel für den Patienten XY steht, unter Zuhilfenahme von Rute oder Pendel abfragen. Wenn Sie diese Seite aufgeschlagen haben, fahren Sie mit dem Zeigefinger über die Mittelbezeichnungen. Das Mittel, bei dem der Ausschlag am größten ist, ist das für XY geeignetste. Wenn Sie mittels Ihres Ratenverzeichnisses das Mittel eruieren wollen, kein Problem, so geht es auch! Wichtig ist auch hier, dass das Verzeichnis ein einziges Mal zu Beginn „eingelesen“ wird. Jetzt nur noch schnell die Potenz ermitteln und fertig.
Manche pendelfähige Menschen nutzen nicht im geringsten ihren Vorteil gegenüber „herkömmlichen Homöopathen“: Sie malen sich zehn oder 12 Potenzwerte halbkreisförmig auf ein Blatt Papier und geben sich dadurch auch nicht recht viel mehr Chancen als der oben beschriebene Homöopath mit seinen sieben Potenzen.
Mit einem stufenlos arbeitenden Potenzierungsgerät würde sicher keine Möglichkeit ausgelassen und keine Option auf das Optimum vertan!

Nogier & Co.
Sie können die am besten passende Potenz auch mit dem sogenannten Nogier-Reflex heraustesten, gleichgültig, ob Sie nun mit dem Potenzierungssimulator oder „real existierenden“ und fertig potenzierten Homöopathika arbeiten. – Der Nogier-Reflex ist im Bereich des Radialis-Puls messbar und hat nur entfernt mit der chinesischen Pulsdiagnostik zu tun. Er ist einfach und binnen einer Stunde zu erlernen, leider aber nicht durch Text, Grafik oder Video wirklich erfolgreich zu vermitteln; achten Sie daher – bei Interesse – auf geeignete Seminarangebote.
Es geht dabei einfach darum, die Qualität, nicht die Quantität, des Pulses auf „hart pulsierend“ und „weich pulsierend“ nach Konfrontation mit einer beliebigen Testsubstanz zu untersuchen. Der Test, ist er richtig geübt, dauert zwei oder drei Sekunden. Seit immer mehr Menschen mit Pendel, Einhandrute oder kinesiologischen Methoden (zu zweit) auf den Wochenmarkt gehen und dort manchmal recht massiv (verbal) angegriffen werden, könnte der Pulsreflex zu einer unauffälligen Vorgehensweise auf den Wochenmärkten werden, denn der Vorgang sieht mehr nach „Händchenhalten“ aus.
Zum Heraustesten der richtigen Potenz können sie natürlich auch den kinesiologischen Arm-Test machen: Arm stark = unpassende Potenz – Arm schwach = passende Potenz. Auch dieser Test sollte besser in einem Spezial-Seminar erlernt werden, um „ eigebildete Reaktionen“ nicht für real zu halten.
Um die Optimal-Potenz herauszufinden, ruhen Sie sich bei beiden Reflextests nicht auf dem allerersten Ansprechen aus. Möglicherweise gibt es noch einen Testpunkt, der den ersten in seiner Reaktion bei weitem übertrifft.

ASL90/9f und D-Methode
Die D-Methode ist eine stark vereinfachte, aber sehr aussagekräftige elektronische Messmethode, die in den Erfahrungen Voll’s und Kramer’s ihre Wurzeln hat. Aus Voll’s EAV (Elektroakupunktur nach Voll) wurde die BFD (Bioelektronische Funktionsdiagnostik) abgeleitet, daraus wieder die VEGA-Testmethode (nach Dr. Dr. Schimmel), die mit Silber-Elektroden und dem sogenannten Testpunktregler (zur Skalenspreizung) an vorwiegend einem einzigen Mess-Punkt unter Weiterentwicklung des sogenannten Medikamententests genaue Auskünfte über den organischen Zustand des Körpers erhält. Die D-Methode nutzt diese Erfahrungen, verzichtet aber auf eine Skalenspreizung, denn dieser Effekt wird durch einen „physikalischen Trick“ über die Spezialelektrode erreicht, die auch Anfängern zielsicheres und verblüffend genaues Arbeiten ermöglicht. Da es bei dieser Messmethode nicht darum geht, absolute Punkt-Widerstandswerte zu nehmen, sondern nur die Antwort des Vegetativums auf eine Medikamenten- oder Konfrontation mit einer beliebigen Substanz oder nur deren „ätherischen“ Anteilen (Resonanz oder Nicht-Resonanz) physikalisch-elektronisch zu messen, benötigt der Anwender eine vergleichsweise geringe Einarbeitungszeit, wobei das enorme Hintergrundwissen um Akupunktur und Elektroakupunktur zunächst nicht nötig (aber auch nicht hinderlich) ist. Wie im einzelnen die Messwertaussagen (einerlei, ob mit Organpräparaten, Allergenen, Medikamenten, Farblicht- und Edelsteinschwingungen oder radionischen Wellengeneratoren gearbeitet wird) zu bewerten sind, kann mit der D-Methode einfach erlernt werden (auf Wunsch kann sogar jeder Teilnehmer des „Einsteiger-Seminares in Buchform“ ein gestaltetes Teilnahme-Zertifikat erwerben).
Der Homöopath, der bislang ganz seinen mannigfachen Erfahrungswerten getraut hat oder „schamhaft heimlich unter dem Tisch“ das Pendel kreisen ließ, hat mit der D-Methode nun eine einfache und leicht erlernbare Möglichkeit, seine Vorstellungen zu verifizieren. Vorbei die Zeit der Blindschüsse!
Wir haben also mit meiner Messtechnik die Chance, binnen Minuten, ja sogar auch in Sekunden, die richtige und einzige Hauptwirkungspotenz herauszufinden: So entdecken wir nicht nur das „Simile“, das nach dem homöopathischen Ähnlichkeitsprinzip herausgefundene Einzelmittel, sondern auch das „Similimum“, also das „allerähnlichste“ Mittel in der für diesen einen Patienten hier, heute und jetzt optimalen Potenz.
Ein großes Problem war bisher immer, dass kaum eine Apotheke, oder aber der Therapeut selbst, jedes Mittel in jeder Potenz in jeder Darreichungsform zur sofortigen Applikation bereithalten kann. Und so ist man auf die 48- bis 72-stündigen Lieferintervalle vom Hersteller zur Apotheker angewiesen, oder – noch schlimmer und länger dauernd – vom Hersteller zum Großhändler, und vom Großhändler zur Apotheke. Die Gesamtlage eines Patienten verändert sich jedoch (manchmal mehrmals täglich gravierend), so dass eine jetzt als hochwirksam eingestufte homöopathische Medikation (das Similimum) in zwei Tagen noch nicht einmal mehr ein Simile ist und somit schon völlig unwirksam sein kann. Mit dem Faktor Zeit muss innerhalb der Homöopathie also mehr gerechnet werden, als das bisher getan wird. Dieses Problem werden wir mit einem Schlag los, wenn wir nach einer korrekten Repertorisierung das Mittel in seiner richtigen Potenz applizieren können. Wie „wir Homöopathen“ wissen, spielt jedoch noch der Faktor Menge eine große Rolle: Wenn wir „nur“ das Similimum zur Hand haben, nützt das meist wenig. Vergleichen wir das mit der Nahrungsaufnahme beim Lebensmittel: Stellen wir fest, dass wir Appetit auf Kopfsalat haben, so hungert uns nach dem Genuss eines Blattes immer noch; essen wir allerdings einen ganzen Kopf, so bekommen wir unter Umständen Magendrücken. Wir räumen die Mengenfrage in 60 Sekunden aus mit dem „Dosis-Test – homöopathisch“ (detailliert beschrieben im Basisband zur D-Methode). So vermeiden wir Überreaktionen des Organismus, sorgen aber gleichzeitig dafür, dass eine Unterforderung ebenfalls unterbleibt. Zum Trost für alle Homöopathiebegeisterte, die jetzt sagen mögen, ja, aber ich komme doch sehr gut aus mit meiner homöopathischen Hausapotheke, die aus 100 Mitteln in jeweils 5 Potenzen (oft C 30, C 60, C 100, C 200, C 1000) besteht, damit habe ich große Erfolge, möchte ich nun nachschieben, dass am Radioapparat ja auch ein Drehkondensator zur Senderfeinabstimmung dient, und keine rast- oder schaltbaren Einzelkondensatoren, die eher nach dem Zufallsprinzip darüber entscheiden, ob wir überhaupt einen Musik-Sender hereinkriegen und ob er dann auch glasklar hörbar oder – am Optimum vorbei – nur mit Grundrauschen vermischt zu hören ist. Letzteres können Sie mit dem „Simile“ vergleichen, und für den Durchschnittshomöopathen langt das auch. Ich aber will das Optimum für meinen Patienten, das Similimum und die richtige Dosis, und deshalb benutze ich, „wenn’s denn Homöopathie sein soll“, sehr gern einen Homöo-Potenzierer wie den ASL 90/9f in Verbindung mit der D-Methode.

Der Automatic Selector Potentiser ASL90/9f
Wenn wir dieses Gerät so vor uns stehen haben, hebt es sich schon optisch von anderen Medizintechnik-Geräten ab: Mahagoni-Seitenteile, Kunstleder-Bezug usw. Das Ganze ist pultförmig aufgebaut und macht einen stabilen und sorgfältig verarbeiteten Eindruck; Größe etwa 340 (Breite) × 315 (Tiefe) × 145 (Höhe hinten) bzw. 65 (Höhe vorne) mm.
Im oberen, waagerechten Teil des Pultes finden wir, von links nach rechts, einen großen weißen, in die Fläche eingelassenen Kunststoff-Becher, der wie angegossen für die meisten 100,0 ml Flaschen mit Neutralsubstanz passt. Vor diesem Becher befindet sich eine grüne Anzeigelampe. – In der Mitte hinten „sitzt“ ein kleinerer schwarzer Kunststoffbecher, der zur Aufnahme der zu bearbeitenden Ursubstanzen (z. B. Arzneimittel oder Blutröhrchen) dient. Der schwarze Becher besitzt – genauso wie die rechts befindliche „Probenplatte“ – eine orangefarbene Kontroll-Leuchte. – Die Probenplatte dient dazu, getrocknete Blutmuster auf Filtrierpapier zu bearbeiten; eine schwere Acrylplatte hält das Filtrierpapier dabei gerade und flach. – In der Mitte finden wir außerdem zwei Schlitze zur Aufnahme der „Electronic Encoded Cards“, einem ebenso sinnvollen wie preiswerten Speichermedium.
Auf dem abgeschrägten Bedienteil des Pultes finden wir links oben einen mehrfach rastenden Drehschalter für die Potenzbereiche B(asic) = D Ø bzw. D 1, X (Dezimalbereich) = D 2 bis D 100, C(entesimal) = C 1 bis C 100 MM sowie die Schalterstellungen F 1 bis F 3, welche besonders hohen Potenzierungsschritten entsprechen (F 1 = F 1 MM bis F 1 MMM, F 2 = F 1 MMM bis F 100 MMM, F 3 = F 100 MMM bis F 10 kMMMM). Dieser Drehschalter betrifft nur die Automatic-Selection-Section.
Rechts daneben befindet sich der Wahlschalter für den Eingang des schwarzen Bechers oder der Probenplatte. Es ist immer nur „Entweder-Oder“ möglich. Ist keine Probe eingelegt, ist der Automatic-Selection-Bereich selbsttätig abgeschaltet.
Darunter finden sich drei Wahlschalter, mit denen die bereits gespeicherten knapp 200 Rezepturen (Komplexmittel) abgerufen werden können. – Noch eine Reihe tiefer sind vier weitere Wahlschalter angeordnet, mit deren Hilfe Zugriff auf die über 2000 gespeicherten Mittel, bestehend aus den Einzelmitteln (lateinisch und englisch verfügbar), Nosoden, Bachblüten, medizinischen Isotopen, Vitaminen, Schüssler-Salzen, chemischen Elementen, Farben mit Schattierungen, Äquivalente für radioaktiven Fallout und „Sonstiges“.
Mit sechs Potentiometern und zwei Mehrfachschaltern auf der rechten Seite des Pultes können sämtliche Potenzen auch einzeln und manuell einreguliert werden. Aber Vorsicht: Die Manuell-Sektion hat immer Vorrang vor der Automatik-Sektion; wenn Sie also vergessen, eines der Potentiometer oder einen der Schalter nicht zurückzustellen, wird das Muster, für das Sie eigentlich eine automatische Mittel- und Potenzsuche anstreben, potenziert ausgegeben (Achtung: bei „Specimen“-Einsatz Ausnahme-Situation, sh. unten).
Weiterhin finden wir auf dem Pult noch die Bedienelemente für die Kodier-/Dekodier-Einrichtung der Speicherkarten, einen Transferschalter, der es ermöglicht, die vorgewählte „elektronische“ Information auf eine Neutralsubstanz zu übertragen, und wir haben dort den „Timer“, der mittels Leuchtdiode anzeigt, wenn der Übertragungsvorgang nach fünf Minuten abgeschlossen ist. – Für „eine Handvoll Dollars mehr“ gibt’s den „10-Second-Timer“, der mir als Praktiker sehr wichtig ist, da er den Übertragungsvorgang auf ein Dreißigstel der ursprünglichen Zeit herunterschraubt: Es ist schon ein gravierender Unterschied, wenn ich ein eigenes Komplexmittel aus sechs Bestandteilen in 30 Minuten oder in einer Minute übertragen kann. – Außerdem wird der Anwender gut geführt durch die Anzeige über insgesamt 15 Leuchtdioden und sechs Glimmlampen.
Nicht zu vergessen sind im unteren, senkrechten Teil des Pultes zwei Laborstecker-Buchsen, die für eine Direktbehandlung sehr nützlich sind.

Arbeitsvorbereitung
Genug der Theorie! Wir gehen nun zu den ersten Schritten praktischer Bedienung über. Der Automatic Selector Potentiser ASL90/9f sieht für den einen oder anderen auf den ersten Blick ein wenig unübersichtlich aus, dabei ist er jedoch in der Anordnung seiner Bedienelemente klar und logisch aufgeteilt.

Modus A: Einzelmittel-Modus (Single Remedy Mode):
Hier haben Sie die Auswahlmöglichkeit aus über 2000 energetisch gespeicherten Einzelmitteln, wobei jedoch fast 600 Mittel nach ihren englischen Bezeichnungen zusätzlich, und somit doppelt, gespeichert sind. Aber 2000 dublettenfreie Möglichkeiten sind doch auch schon etwas wert!
Über die vier Einzelmittel-Drehschalter mit der Bezeichnung „Single Remedies“ können wir jedes mögliche Einzelhomöopathikum abrufen. Angenommen, wir haben für unseren Probanden eine Initialdosis von Hypericum C 200 repertorisiert, so gehen wir schrittweise so vor:
1. Wir schlagen Hypericum im mitgelieferten alphabetisch geordneten Verzeichnis nach und finden den Code 758.
2. von links nach rechts werden die Schalter nun wie folgt eingestellt: Nr. 1 bleibt „blank“, also unberücksichtigt, da 753 nur dreistellig ist (stellen Sie Nr. 1 auf keinen Fall auf Null!!), Nr. 2 auf „7“, Nr. 3 auf „5“, Nr. 4 auf „8“.
3. Wir stellen nun die ermittelte Potenz C 200 ein, indem wir an der „Manuell-Sektion“ (die acht Knöpfe auf der rechten Seite) das Potentiometer Nr. 5, welches für die 100er-Centesimalschritte zuständig ist, auf „2“ drehen. Zusätzlich müssen wir den Isolationsschalter („I/S“) auf „5“ rasten: Damit wird der „Zeiger“ auf das Potentiometer Nr. 5 gerichtet, und alle anderen Potis sind somit ausgeschaltet.
4. Wir geben nun eine beliebige Neutralsubstanz (z. B. „Unarzneiliche Globuli Nr. 3“ von DHU) in einem Glasröhrchen oder -fläschchen in den weißen Becher und legen erst jetzt den Transferschalter („T/R“) um: Die grüne Glimmlampe unter dem weißen Becher leuchtet jetzt.
5. Nun wird der „Timer“ gestartet. Nach Ablauf der Zeit müsste sich dann so etwas wie Hypericum C 200 im weißen Becher befinden. – Dazu aber später mehr...
6. Alle Schalter und Potentiometer werden in Ausgangsposition gedreht, erst dann wird das Instrument und evtl. ganz vom Netz getrennt. Diese Reihenfolge ist wichtig.

Modus B: Komplexmittel-Modus (Formulae Mode):
Hier haben wir 196 energetische Komplexe, die aus Copen’s Materia Medica stammen. In diesem Modus stehen drei Drehschalter zur Verfügung, über die vorprogrammierten „Mischungen“ abrufen wollen.
Da wir dringend ein Anti-Stress-Mittel benötigen, gehen wir nun so vor:
1. Aus der mitgelieferten Materia Medica wollen wir das „Hysteria Remedy“ probieren, welches aus den charakteristischen Schwingungen von Magnesium phosphoricum, Kalium phosphoricum, Kalium bromatum, Zincum und Lobelia besteht. Die Codierung zum Mittelabruf lautet 116.
2. Von links nach rechts stellen wir die drei Schalter mit der Bezeichnung „Formulas“ folgendermaßen ein: Nr. 1 auf „1“, Nr. 2 auf „1“, Nr. 3 auf „6“.
3. In der genannten Materia Medica wird für alle enthaltenen Mittel die gemeinsame Potenz D 6 empfohlen. Also suchen wir in der manuellen Potenziereinheit das Potentiometer, welches für die Einer-Dezimalschritte zuständig ist; es ist dies der Drehregler Nr. 1, den wir auf „6“ stellen. Den Isolationsschalter stellen wir ebenfalls auf „1“, womit wir den „Zeiger“ auf das erste Potentiometer gerichtet haben und gleichzeitig die Potenz-Wahlregler mit den Nummern 2 bis 6 „abgeklemmt“ haben.
4. Wir geben nun wieder unsere unnarzneilichen Globuli in einem Glasröhrchen oder -fläschchen in den weißen Becher und legen den Transferschalter („T/R“) um: Die grüne Glimmlampe unter dem weißen Becher leuchtet.
5. Wie unter „Modus A“ wird der „Timer“ gestartet. Nach Ablauf der Zeit haben wir das Schwingungsäquivalent einer kompletten Rezeptur in der Neutralsubstanz.
6. Alle Schalter und Potentiometer werden wieder in ihre Ausgangsposition gedreht.

Modus C: Automatische Mittel- und/oder Potenzwahl (Automatic Selector):
Ebenso wie der nette Roboter im Spielfilm („Nummer 5 lebt!“) braucht unsere Nr. 9 in dieser Art der Gerätenutzung ständig „Input“: Im Modus der automatischen Selektion wird ein Muster („sample“ oder „specimen“, bei manchen Autoren auch „witness“) des Patienten benötigt, z. B. ein Blutstropfen, ein paar Haare oder Ausscheidungen. Der Blutstropfen wird auf neutralem Filtrierpapier aufgefangen, getrocknet und unter den Deckel der Probenplatte verbracht. Alternativ kann die Probe auch in einem Röhrchen in den schwarzen Becher gestellt werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das richtige orangefarbene Lämpchen entweder unter der Probenplatte oder dem Becher leuchtet; zur Erinnerung: Der entsprechende Wahlschalter befindet sich auf dem Pult oben in der Mitte.
 Nun gibt es nicht nur eine, sondern insgesamt drei Möglichkeiten, Modus der automatischen Mittelwahl zu nutzen:
a) Vollautomatische Funktion: In diesem Modus müssen alle Regler des Instrumentes in Neutralstellung verbleiben. Der einzige Regler, der betätigt werden darf, ist der Potenzwahlschalter. – Das Blutmuster wird im integrierten Diskriminator mit den gespeicherten Einzelmittelspezifikationen ins Verhältnis gesetzt und das Similimum binnen Bruchteilen von Sekunden ausgewählt; der Operator wählt – am links oben befindlichen – Potenzbereichschalter den vorher durch sensitive oder vegetative Tests ermittelten Bereich, woraufhin der Diskriminator innerhalb des Bereiches die optimale Potenz dem Simile hinzufügt. – Um das so entstandene Similimum auf eine Neutralsubstanz zu übertragen, verfahre man, wie unter „Modus A“ (ab Punkt 4) beschrieben. Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit, unblutig in diesem Modus zum Similimum zu kommen: Wir nehmen ein Laborkabel und stecken an beide Seiten je eine Messing-Elektrode; die eine geben wir dem Probanden in die Hand, die andere stellen wir vorsichtig in den schwarzen Becher. Und nun wird der Automatic Selector Potentiser 90/9f genauso arbeiten, als wäre irgendein Specimen im Becher.
b) Halbautomatische Funktion A: Die notwendige Drehschaltereinstellung des vom Therapeuten repertorisierten (oder durch vegetative oder sensitive Tests ermittelten) Einzelmittels oder aber eine der vorprogrammierten Rezepturen wird getätigt, während das Blutmuster noch immer auf der Probenplatte (oder im schwarzen Becher) liegt. Der gewünschte Potenzbereich wird abgerufen, und sofort steht die optimale Potenz bereit zum Transfer (weiter wie unter „Modus A“ ab Punkt 4).
c) Halbautomatische Funktion B: Es gibt eine weitere Möglichkeit, die ich bislang in der begleitenden oder sonstigen Literatur zum Gerät nicht gefunden habe, aber sie funktioniert: In dieser Variante ist das Einzelmittel unbekannt. Der Therapeut jedoch vermutet, dass die Ursache der Erkrankung im seelischen Bereich vergraben ist. Er wählt also eine Potenz von etwa C 10.000 in der manuellen Sektion aus, während der Potenzbereichschalter (links oben im Pult) unbenutzt bleibt. Das Blutmuster befindet sich noch immer auf der Probenplatte (oder im schwarzen Becher) und sofort steht am Ausgang ein optimal angepasstes Simile in der Potenz C 10.000 zum Transfer zur Verfügung.
d) Manuelle Funktion: Solange kein – gleich wie geartetes – Patientenmuster im schwarzen Becher oder auf der Probenplatte liegt, ist das Gerät selbsttätig auf die manuelle Funktion geschaltet. Hier kann sich der klassische Homöopath nach Herzens Lust austoben und sowohl die Medikamenteninformation abrufen (Single-Remedies-Schalter) als auch anschließend im programmierfähigen Rahmen die gewünschte Potenz manuell einstellen – die Übertragung auf ein Neutralmedium erfolgt dann wieder wie unter „Modus A“ beschrieben.

Modus D: Das Kopierverfahren
Was heute gang und gäbe ist, hat Copen schon vor Jahrzehnten gekonnt, der 1:1 Transfer vom Ursprungsmedikament auf eine Neutralsubstanz. Aber auch das Umpotenzieren bestehender Homöopathika (Hintergrund oben beschrieben).
Von einem beliebigen Ausgangsstoff kann eine „energetische Kopie“ erstellt werden:
a) Kopie von Allopathie: Angenommen, unser Patient ist auf ein allopathisches Medikament angewiesen, verträgt dieses aber nicht gut, so wird das Original „einfach“ in den schwarzen Becher getan und ein rein energetisch-informatorischer Transfer in beliebiger Potenz auf eine Neutralsubstanz vorgenommen. Geben wir unserem Patienten vor dem Essen das energetische Abbild des Allopathikums, z. B. in D 15, und nach dem Essen das Original, so wird unser Patient in der Regel weniger mit den Nebenwirkungen des Originales zu kämpfen haben.
b) Kopie von Homöopathie: Jedes industriell hergestellte Homöopathikum, sei es ein Einzel- oder Komplexmittel, kann energetisch nachgestellt werden: Wir haben beispielsweise Ferrum phosphoricum D 6 (Schüssler) in einer Kleinstmenge da (z. B. aus dem BFD-Testkasten) und wollen dem Patienten (es ist Mittwochnachmittag, die Notdienstapotheke hat das Mittel, wie üblich, nicht vorrätig; es muss bestellt werden – also 24 Stunden untätige Wartezeit) gleich etwas mitgeben, so legen wir die Kleinstmenge Ferrum phosphoricum D 6 in den schwarzen Becher, belassen sämtliche Wahlschalter und Potentiometer im Ausgangszustand und leiten „ganz normal“ den Transfer auf eine Neutralsubstanz ein. – Fertig! Sollten wir jedoch der Meinung sein (der alte Schüssler möge mir verzeihen!), dass dem Patienten eine C 6 besser zu Gesichte stände, so stellen wir einfach den Potenzwahlschalter auf den Centesimalbereich (die Leuchtdiode über dem „C“ leuchtet jetzt). Sollten wir es noch toller treiben wollen Ferrum phosphoricum C 40 benötigen, so stellen wir den Potenzwahlschalter wieder auf „Null“ und benutzen die Potenzregler der rechten Seite; somit stellen wir aus dem D ó-Muster ein C 40-Ergebnis her. Alles ist möglich; nicht nur das Hinauf-, sondern auch das Hinabpotenzieren (z. B. aus einer C 20.000 eine D 1). Der einfache Transfermodus 1:1 ist hinlänglich bekannt aus „einheimischen“ frequenzbasierten Resonanzgeräten wie ABAS, MORA, BIOSWING, K-MED usw. Leider ist mit solchen elektronischen Resonanzgeräten ein Umpotenzieren im großen Stile wie mit dem ASL von Copen nicht möglich.

Modus E: Speicher-Karten (Electronic Encoded Card System):
Das mir zur Verfügung stehende Gerät hat ein mächtiges externes Speichermedium, mit dem es möglich ist, Patientenschwingungen aus Blut, Haaren, Ausscheidungen usw. ein fur alle Mal zu speichern und zu archivieren, die Informationen von Fertigarzneimitteln für immer festzuhalten - ohne jegliches Verfallsdatum.
Darüber hinaus ist es möglich, Einzelmittel mit oder ohne Potenzen abzuspeichern, eigene Rezepturen mit oder ohne Potenzen zu entwickeln usw.
Die beiden in der Gerätebeschreibung genannten Schlitze in unmittelbarer Nähe von Bechern und Probenplatte bilden die Zugänge zu diesem Speichersystem. Das austauschbare Speichermedium ist eine Kunststoff-Karte aus „Scheck-Karten-Material“, etwa 70x110 mm; äußerlich aufgebracht ist ein flaches schwarz-goldenes Streifenmuster, vergleichbar mit dem wohl induktiv wirkenden Barcode (lange, bevor andere sich über die weitergehende Nutzung von Barcode-Systemen Gedanken gemacht haben, tat dies Prof. Copen) bestimmter Warenhauser zur Diebstahlsicherung. Diese Karte wird zwecks Codierung (Speicherung) in den vorderen Schlitz geschoben, bis das Lämpchen F(ront) leuchtet. Wir können nun
a) von außen kopieren: Eine beliebige Substanz, egal ob homöopathisch oder sonst irgend etwas, kann ins homöopathische System gewandelt (= homöopathisiert) und kodiert werden; das Muster wird in den schwarzen Becher oder auf die Probenplatte gegeben, der Transferschalter betätigt, der rote Speicherknopf zum Kodieren gedrückt; die Kodierlampe blinkt – fertig nach drei Sekunden;
b) Patientenproben kodieren: Eine Blutprobe, die wir in ein gläsernes Reagenzglas gefüllt haben, geben wir in den schwarzen Becher, betätigen den Transferschalter und drücken den Kodierknopf; nach einigen Sekunden befinden sich die für das Resonanzverfahren wichtigen Daten aus dem körperlichen, geistigen, seelischen und spirituellen Bereich auf der Karte, ermittelt nach radionischen Regeln. Auch hier gibt es die oben schon angesprochene Möglichkeit, unblutig die Patienten-Daten auf die Karte zu kopieren: Wir nehmen wieder unser Laborkabel und stecken an beide Seiten je eine Messing-Elektrode; die eine geben wir dem Probanden in die Hand, die andere stellen wir vorsichtig in den schwarzen Becher. Sofort kann kopiert werden;
c) aus dem Gerät kopieren: Wir stellen das gewünschte Einzelmittel oder die Rezeptur mittels Drehwahlschalter ein, mit oder ohne Potenz, drücken den Kodierknopf - das war’s.

Im Fall „c“ ohne Transferschalter, denn dieser wird immer nur dann angewendet, wenn von außen etwas auf die Karte bzw. ins Instrument hinein „geholt“ wird oder vom Gerät oder der Karte auf Neutralsubstanzen nach außen kopiert wird. Sollten wir uns zwischendurch einmal vertun, können wir die Karte mit dem grünen Knopf dekodieren bzw. vollständig neutralisieren. Wenn wir eine eigene Rezeptur speichern bzw. kodieren wollen, gehen wir wie bei „c“ vor und können nacheinander bis zu zwölf Einzelmittel eingeben, mit oder ohne Potenzen.
Achtung! Sollten wir uns zwischendurch vertun und dekodieren müssen, so wird nicht nur die letzte Eingabe gelöscht, sondern die ganze Karte neutralisiert. Wir müssen also wieder von vorne anfangen. – Ist die Karte dann fertigkodiert, so entfernen wir sie aus dem vorderen Schlitz und schieben wir sie in den dahinter liegenden, bis das Lämpchen R(ear) leuchtet. Wir können dann
a) von Karte zu Karte kopieren: Dazu wird eine Leerkarte in den vorderen Schlitz gegeben (während sich die Originalkarte in hinterer Position befindet!) und der Kodierungsknopf gedrückt - fertig;
b) von der Karte auf Neutralsubstanz übertragen: Der gewünschte Potenzbereich oder eine Festpotenz wird gewählt, eine neutrale Trägersubstanz in den weißen Becher gegeben, der Transferschalter betätigt und der Timer in Gang gesetzt. Nach zehn Sekunden oder fünf Minuten (je nach Art des eingebauten Timers) ist die Übertragung abgeschlossen.

Jede Karte des Electronic Encoded Card Systems (EECS) fasst die Kodierungen von maximal zwölf Einzelmitteln bzw. einer Rezeptur bzw. „Kopien“ einer Rezeptur, bestehend aus maximal zwölf Einzelbestandteilen mit Potenzen. Das Blutmuster eines Patienten benötigt sechs Einheiten, so dass maximal weitere sechs Einzelmittel mit Potenzen hinzu kodiert werden können.
Der eindeutige Vorteil dieser Speichermethode gegenüber anderen ist die robuste Ausführung: Erst übermassiv auftretende Magnetfelder können den Speicherinhalt der Karte gefährden. Fällt die Karte einmal auf den Fußboden: Macht nichts, einfach abstauben und weiterverwenden. Und jede Karte Ist (fast) beliebig oft wiederverwendbar (Iöschbar und neu kodierbar)! Sie sollte aber dekodiert (!) und entsorgt werden, wenn die Barcode-Sektion verkratzt ist.
Die Möglichkeit, zwölf Einzelmittel zu speichern auf einer Karte, klingt nach sehr gering. Wenn wir jedoch berücksichtigen, dass schon eine einfache Pflanze wie die Brennessel (als Phytotherapeutikum) zur „Grundidentifikation“ (Urtica dioica „an sich“) ein Wellen-Konglomerat von knapp 17.000 verschiedenen Frequenzen (eigene Untersuchungen 1996) abgibt, der menschliche Organismus jedoch ein Vielfaches davon, so bekommt die „mickrige“ Kapazität sehr schnell einen neuen Stellenwert. Das genannte Wellen-Konglomerat, welches nur für die Grunderkennung steht, wird übrigens in der Literatur „Frequenzmuster“ oder „Schwingungsmuster“ genannt und steht für die Kurvenform, die aus der Addition der Einzelfrequenzen entsteht. Es entspricht als Speichereinheit etwa der Radionik-Rate, die jedoch vollkommen anders geartet ist und eher eine „Adresse“ darstellt.
Modus F: Direktbehandlungsmodus (Direct Treatment Mode):
Eher als Zusatzmöglichkeit möchte ich den Direktbehandlungsmodus erwähnen, der in meiner Praxis generell nicht durchgeführt wird: An der Gerätefront gibt es zwei Buchsen, an denen mittels handelsüblicher Laborkabel eine Direktbehandlung durchgeführt werden kann. Obwohl keine messbaren Ströme fließen, sollte aus rechtlichen Gründen im täglichen Praxisbetrieb eine Direktbehandlung unterbleiben, solange das Gerät in Deutschland nicht nach der „Medizinischen Geräteverordnung“ oder Nachfolgeverordnungen bauartgeprüft ist.
Über die beiden Frontbuchsen (rot und schwarz) können Hand- (oder sonstige) Elektroden angeschlossen werden. Der Patient bekommt – anstatt, dass die Schwingungen auf eine Neutralsubstanz aufgebracht und ihm mitgegeben werden – eine Direktbehandlung, indem alles so angelegt wird, wie oben mehrfach beschrieben; es wird lediglich darauf verzichtet, den Transfer-Schalter auf „on“ zu stellen, die grüne Lampe leuchtet also nicht, während der Patient die Elektroden hält und der Timer eingeschaltet ist. Allerdings: Da das Gerät (noch) keine MedGV-Zulassung hat, darf dieser Modus ausschließlich im privaten Rahmen, zu kurzzeitigen Forschungszwecken oder in Selbsthilfegruppen (weitgehend gesetzesfreier Raum mit Eigenverantwortung) genutzt werden (obwohl mit digitalen Multimetern zu keiner Phase der Direktbehandlung irgendwelche messbaren Größen feststellbar sind, geschweige denn fur den Probanden gefährliche Ströme oder Spannungen).

An die Arbeit!
Dem klassischen Homöopathen werden die Möglichkeiten der „Apotheke auf dem Schreibtisch“ (so formulierte ich das erstmals 1992) ohne weiteres ausreichen, denn er wird sich auf seinen Erfahrungsschatz verlassen können: das Mittel seiner Wahl in der Potenz seiner Wahl. Da in mein Gerät (mittlerweile gibt es diese Option, allerdings nur für den fünf-Minuten-Transfer) nicht die Möglichkeit zur Generierung von LM-Potenzen integriert ist, bleibt dem Behandler, um dem Patienten sofort die Dosen fur die ersten drei Tage mitzugeben (solange und länger benötigen viele Apotheken immer noch, um nicht vorrätige LM-Potenzen zu besorgen - und das im Zeitalter von Telefax und Computer), nur der Transfer-Modus (Potenzwahlschalter auf „off“) fur die Übertragung von seinem Original auf z. B. Neutral-Globuli. - Eigentlich sind jedoch die fur ihre – aufgrund des speziellen manuellen Herstellungsprozesses – nebenwirkungsfreien LM-Potenzen überflüssig, da es durch die exakte elektronische Simulation des ASL bei Hoch- und Höchstpotenzen nicht mehr zu Nebenwirkungen (durch manuelle oder maschinell-mechanische Herstellung nicht immer zu vermeidende Schwankungen in der Potenz-, aber auch der Ausgangsqualität) kommt, vorausgesetzt die Repertorisierung inklusive habitueller Betrachtungen (oder anderer Diagnose-Methoden) war fehlerfrei.

„Messen wie Gott in England“
Mir war das nicht genug, ich überprüfe regelmäßig die fur den Probanden vorgesehenen Mittel und Potenzen auf elektronischem Wege - und da kann dann wirklich nichts mehr schiefgehen. Für meine Messungen (siehe auch Literaturangabe: D-Methode) nach dem Prinzip vegetativer Messungen (reduziert auf den Voll’schen Punkt Allergie 1, „All 1“) verwendete ich das Messgerät SVESA 1015, das sich durch eine große Messanzeige und sehr hohe Sensibilität auszeichnet – vielleicht, weil es mit nur wenigen Bauteilen auskommt und daher sehr störungsarm arbeitet. Als Punkt-Elektrode (Messspitze) wurde eine spezielle, für die D-Methode weiterentwickelte Elektrode verwendet, die durch eine vergleichsweise große Aufsetzfläche den Messpunkt „All 1“ nicht oder – bei längeren Messserien – nur wenig traumatisiert.
Noch einmal ganz kurz das Messprinzip der D-Methode: Die Handelektrode wird mit der schwarzen Gerätebuchse des SVESA 1015 verbunden, die Messelektrode mit der roten. Der beispielhafte Ablauf einer solchen Messung:
a) „Leermessung“: Der Leerwert wird an All 1 genommen, das ist der Grundwert ohne Einschleifung von (auch energetischem) Messgut. Wir nehmen einmal an, dass dieser Wert bei 60 TS (= Teilstrichen) liegt.
b) Kontaktherstellung: Das Messgut wird mit der schwarzen Buchse des SVESA 1015 verbunden, an der bereits die Hand-Elektrode „hängt“.
c) Substanzmessung: Erneute Messung an All 1: Liegt der jetzt gemessene Wert immer noch bei 60 TS oder höher, so bedeutet das „Nein, das eingeschleifte Messgut ist nicht für den Probanden geeignet“. Liegt der Messwert jedoch unter 60 TS, so heißt das: „Ja, das Messgut ist für den Probanden geeignet – und je tiefer unter 60 TS, desto besser“. Es muss also nicht – wie bei anderen Verfahren – auf 40 oder 50 TS ausgeglichen werden.

Wenn Sie noch nie mit einem solchen Verfahren gearbeitet haben, empfiehlt sich die D-Methode auch deshalb, weil man als Einsteiger schon für den Gegenwert eines dreistelligen Betrages (SVESA bietet auch Gerätemiete an) vollwertige Messungen durchführen kann.
Wir haben nun mehrere Möglichkeiten, den Automatic Selector Potentiser 90/9f mit dem SVESA 1015 zu verbinden:
1. In früheren Publikationen habe ich noch empfohlen, die rote Frontbuchse zu verwenden. Zehntausende weiterer Vergleichsmessungen aber haben gezeigt, dass die schwarze Direktbehandlungsbuchse für unsere Zwecke besser geeignet ist. Wir benutzen also ab sofort ausschließlich die schwarze Buchse: Die schwarze Handelektrodenbuchse des Automatic Selector Potentiser 90/9f wird per Laborkabel mit der schwarzen Buchse des SVESA 1015, zusätzlich zur Handelektrode, gestöpselt. Nun wird der ASL 90/9f eingeschaltet und eingestellt. Es erfolgt – wie üblich – die Messung an All 1.
2. Um der allgegenwärtigen MedGV Genüge zu tun, bietet sich folgende Lösung an: Da wir ja den ASL 90/9f mit dem SVESA 1015 direkt verbunden haben, haben wir auch eine direkte galvanische Verbindung zum Patienten. Um diese Direktverbindung zu umgehen, benutzen wir ein „drahtloses Medikamententest-Übertragungssystem“, wie unter anderem auch von MEDtronic (MORA) angeboten. – Ich benutze für diesen Zweck jedoch ein solches System von Kindling, das MTS, welches auf störungsfreier Infrarot-Übertragungsbasis (modulationsfähig bis ca. 1,2 MHz It. Hersteller) arbeitet. Als ich das Übertragungssystem orderte, bat ich den Hersteller in weiser Voraussicht, zusätzlich zu den Ampullen-Sammel- und -Einzelabgreifflächen eine damit gekoppelte Buchse einzubauen. Den Sender MTS.s verbinden wir mit der schwarzen Buchse des ASL 90/9f, den Ausgang des Empfängers MTS.e mit der schwarzen Buchse des SVESA 1015 – und nun können wir messen, als seien beide Geräte direkt verbunden.
3. Ebenfalls eine galvanische Trennung erreichen wir mit einer genial-einfachen, aber leider für Reihenmessungen sehr umständlichen Lösung: Wir stellen eine zusätzliche und absolut saubere Messing-Handelektrode in den weißen Becher des Automatic Selector Potentiser 90/9f. Die Elektrode wird verbunden mit der schwarzen Buchse des SVESA 1015. Wir können nun nach jeder neuen Einstellung, die wir am ASL 90/9f durchgeführt haben, den Transferschalter umlegen und damit die Information auf den weißen Becher, und über die Verbindung zum SVESA 1015 auf den Patienten umleiten. Aber nicht vergessen: Nach jeder Messung muss der Transferswitch wieder ausgeschaltet werden, da es sonst zu Fehlprogrammierungen im Automatic Selector Potentiser 90/9f kommen kann, während Sie ein anderes Mittel oder eine andere Potenz einstellen.

Überprüfung der Gerätefunktion
Ob das, was aus dem Gerät herauskommt, wirklich das ist, was wir erwarten, kann meines Erachtens nur durch folgendes Vorgehen festgestellt werden: Seit langem ist bekannt, dass die optimale Einzeldosis eines Homöopathikums durch elektronisches Austesten an All 1 erfolgen kann. Zu diesem Zweck gehen wir ganz systematisch vor:
Schritt 1: Das repertorisierte Original-Einzelmittel wird in der richtigen Potenz in den Messkreis gegeben. wir gehen also so vor, wie wir als Homöopathen schon immer vorgegangen sind, bevor wir von der Existenz eines Automatic Selector Potentiser 90/9f gewusst haben. Liegt der Messwert nun – im Vergleich zu anderen Mitteln – deutlich unter dem Leerwert, ist dieses Mittel das Mittel unserer Wahl. In unserem Beispiel gehen wir wieder davon aus, dass der Leerwert bei 60 TS liegt, der Wert des als optimal herausgefundenen Original-Mittels jedoch bei 30 TS.
Schritt 2: Jetzt simulieren wir auf dem ASL 90/9f elektronisch dasselbe Mittel in derselben Potenz und transferieren es auf Globuli.
Schritt 3: Von dem elektronisch hergestellten Mittel, dem „Clone“, geben wir dem Probanden nun z. B. fünf Globuli in den Mund (diese Aktion der „Inkorporation“ ist ausreichend, aktuellere Messwerte zu erreichen) und testen sofort mit dem Original-Präparat (!) im Messkreis, ob weiterhin Bedarf am Einzelmittel besteht. Wenn ja, dann liegt der ermittelte Messwert weiterhin unter dem Leerwert, in unserem Beispiel vielleicht bei 40 TS; wenn nein, dann ist der Messwert identisch oder höher als der Leerwert. Besteht nun aber weiterer Bedarf (der aktuelle Messwert ist also niedriger), so geben wir dem Probanden weitere fünf Globuli in den Mund und messen wieder nach – etc.

Wenn nun der Proband unsere sämtlichen Vorräte an elektronisch behandelten Neutral-Globuli verspeist hätte, ohne dass sich eine Angleichung des Messwertes an den Leerwert ergeben hatte (mit dem Originalpräparat im Messkreis!), so wäre unser Experiment gescheitert und die Effektivität des ASL 90/9f widerlegt: Ab zur Entsorgung!
Ich möchte Ihnen nun drei Beispiele geben, die im Prinzip für alle anderen, inzwischen durchgeführten Untersuchungen stehen. Das Beispiel Nr. 3 jedoch charakterisiert schon kreativeres Arbeiten, die „Abteilung Freestyle“:
Fall 1: Als mir beim Zahnarzt eine größere Uralt-Amalgamfüllung im Backenzahnbereich entfernt werden musste, da ich durch Korrosion und Bakterieneinwanderung nicht mehr drumherum kam, ließ es sich wohl nicht vermeiden, dass dabei die Pulpa verletzt wurde. Nachdem der Zahnarzt mich mit dem herzerfrischenden Hinweis entlassen hatte, dass an diesem Zahn sowieso nichts mehr zu retten sei bei einer derart vorgeschädigten und zerstörten Pulpa, und dass in den nächsten maximal zehn Tagen eine „höllische Entzündung“ entstehen würde, entschloss ich mich sofort zum Selbstversuch: Ich entschied mich für Hypericum C 200, testete das Originalpräparat als zutreffend und stellte daraufhin auf dem ASL 90/9f elektronisch Hypericum C 200 nach. Davon nahm ich zunächst einen Globulus in den Mund und testete mit den Original-Globuli erneut, ob weiterhin Bedarf bestand. Er bestand. Nach insgesamt vier Globuli lag kein Bedarf mehr vor, das Original-Präparat im Messkreis „schlug nicht mehr an“, der Messwert entsprach also dem Leerwert. Obwohl meist davon ausgegangen wird, dass eine C 200 nur einmal bzw. in mehrwöchigen Abständen gegeben werden darf, führte ich bei mir selbst mehrmals täglich über zwei Wochen die Messung durch und nahm – je nach Ergebnis – täglich bis zu vier Einzeldosen vom „elektronischen“ Hypericum C 200, zu je vier bis fünf Globuli ein (ein Phänomen, das mir auch schon bei Originalpotenzen des oberen Mittelbereichs begegnete). Ich möchte nochmals ausdrücklich betonen, dass ich bei mir ausschließlich das elektronische Simulationsprodukt verwendet habe! Heute – fast fünf Jahre danach – habe ich einen vitalen Zahn, der – auf eigenen Wunsch – ein halbes Jahr nach dem Eingriff mit dem (zuvor ausgetesteten) Kunststoff-Material Visio-Molar gefüllt wurde. Es ist immer noch die erste Kunststoff-Füllung. Es haben sich keine Fissuren gebildet, der Abnutzungsfaktor hält sich sehr in Grenzen, und dieser Backenzahn wird mit Nüssen nicht geschont! – Auf die Entzündung warte ich noch immer...
In diesem Zusammenhang, und da ich diesen Fall bereits in 1995 in der Naturheilpraxis beschrieben hatte: Ich werde immer wieder nach zahnärztlichen Werkstoffen in Testsätzen gefragt. Da die Fluktuation auf diesem Gebiet sehr groß ist (die Forschung wird wegen der immer öffentlicher werdenden Amalgamdiskussion in den letzten Jahren rapide vorangetrieben) und immer neuere und bessere Produkte entwickelt werden, empfehle ich, sich mit dem Zahnarzt Ihres Vertrauens in Verbindung zu setzen und ihn zu bitten, Ihnen ausgehärtete Reste (die immer beim Legen einer Füllung übrigbleiben) als Testmaterial für die D-Methode in einem Tütchen aufzuheben und mit der Handelsbezeichnung zu beschriften. Dabei darf kein Fingerabdruck auf das Material gelangen. Genauso bin ich vorgegangen. Ich habe dann die Reste in kleine 2,0ml-Teströhrchen aus Glas gegeben und zum gelegentlichen Testen aufgehoben. Im Zahnlabor können Sie weitere, auch metallische Restchen erbitten.
Fall 2: Meine jüngste Tochter begann eines Abends, nachdem es ihr den ganzen Tag sehr gut ging, plötzlich zu frösteln. Das Frösteln wuchs sich binnen weniger Minuten zu einem regelrechten Schüttelfrost aus. Dazu kamen starke Ohrenschmerzen. Das Fieber stieg sehr schnell, und wenn sie sich aufrichtete, um zu trinken, verlor sie zusehends das bisschen verbliebene Farbe aus dem Gesicht. Sie hatte den Drang, sich im Bett ständig zu drehen und schreckte nach kurzen Schlafphasen aus „bösen Träumen“ auf.
Ein Fall wie aus dem Lehrbuch! Hier ist eindeutig Aconitum angesagt. Aber meine Akut-Globuli Aconitum C 30 waren gerade ausgegangen. Da ich jedesmal, wenn eines meiner Kinder sich verletzt oder krank wird, sehr zum Vergnügen meiner übrigen Familie, nervös reagiere, kam ich auf das Nächstliegende nicht: Statt „einfach“ mit dem ASL 90/9f über den „Single-Remedies-Mode“ und die manuelle Potenzierungssektion ein paar entsprechende Neutral-Globuli zu bestrahlen, nahm ich das Globulifläschchen mit industriell hergestelltem Aconitum LM 18, stellte es, so wie es war, in den schwarzen Becher, regulierte das Potentiometer Nr. 4 der Potenzierungsabteilung auf „3“ (= C 30), drehte den Isolationsschalter ebenfalls auf „4“ (so wurde das Potentiometer Nr. 4 aktiviert), gab etwa 20 Globuli in einem 2,0ml-Teströhrchen aus Glas in den weißen Becher und drückte den Timerknopf. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich den Transferschalter nicht benutzt hatte. Also Transfermöglichkeit einschalten (das grüne Lämpchen unter dem weißen Becher leuchtet), nochmal den Timerknopf drücken. Endlich fertig! – Meine Tochter bekam einen Globulus zur Deponierung in der Backentasche, zehn weitere löste ich in einem halben Glas Wasser auf. Davon nahm sie alle fünf Minuten einen Eierlöffel (Kunststoff oder Glas, kein Metall!) voll. Das schon nach 20 Minuten einsetzende starke Schwitzen signalisierte den beginnenden Temperaturrückgang: Ab jetzt wurde nichts mehr vom Wasser, in dem die „Copen-Globuli“ gelöst waren, gegeben. Etwa 90 Minuten nach dem ersten Frösteln war das Fieber weg, und am nächsten Morgen ging sie fröhlich zur Schule. – Aconitum wirkt übrigens besonders schnell und nachhaltig, wenn es binnen Minuten nach dem ersten Symptom gegeben wird.


Abbildung 2: Barcode „Zum Besten des Ganzen!“ (© 1997 H. O. Dittmer)


Fall 3: Dieser Fall ist recht ungewöhnlich und hat einen „abgedreht-esoterischen Touch“, ist aber so passiert: Eine hypersensible und hypersensitive Patientin fühlte sich von allen Seiten als Kummerkasten ausgenutzt und dadurch in ihrer eigenen seelischen und vegetativen Entfaltung stark eingeschränkt. In Messungen über verschiedene Verfahren konnte ich feststellen, dass ihre natürliche Abschirmung gegen Belastungen von außen und „spirituellen Vampirismus“ durch andere kaum existent war. Ich schaffte ihr eine „Glocke“, in die sie hereinholen konnte, wen sie wollte, indem sie bewusst und laut zur betreffenden Person sagen musste: „Mit dir will ich eng zu tun haben.“ Zur Verankerung dieses Vorganges bieten sich die allseits bekannte Wortrate „Zum Besten des Ganzen!“ und das taoistische „Licht und Heilung!“ an. Leider aber sind diese Raten nicht für den ASL 90/9f verfügbar. –„Zufällig“ hatte ich ein spezielles Barcode-System zur Umsetzung von Wort- und herkömmlichen Raten (aber auch von Homöopathika mit oder ohne Potenz) entdeckt. Insgesamt fünf Jahre hatten wir dafür gebraucht. Die Hell-Dunkel-Informationen werden über einen nicht optischen, speziellen Barcode-Block aus Aluminium „eingelesen“ und direkt in das Laborkabel der Messleitung eingespeist. Über die D-Methode kann dann Resonanz oder Nicht-Resonanz zum Barcode, und damit zur Rate, feststellen. In den Abbildungen 2 und 3 finden Sie die beiden nötigen Barcodes, die mit dem „Barcode-Block“ eingelesen werden. Die Verbindung des Barcode-Blocks mit dem ASL 90/9f wird – wie oben schon einmal geschildert – mit einem Labor-Kabel und einer Messing-Hand-Elektrode hergestellt: Während der Barcode-Block weitestgehend deckungsgleich auf dem Strichcode „Zum Besten des Ganzen“ liegt, wird die Messing-Elektrode in den schwarzen Becher gegeben. Alle Schalter und Potentiometer sind in Ausgangsposition. Wir betätigen den Transferswitch... Halt! Worauf wollen wir die Wortrate übertragen? – Damit die Patientin zu jeder Zeit auch die Präsenz spürt, schlage ich in diesem Falle den seit längerer Zeit bewährten DRS-Magneten vor. Wie Sie ihn in den weißen Becher legen, spielt dabei keine Rolle. Also jetzt 1:1-Kopie mit dem Timer in Gang setzen. Fertig. Transferschalter wieder auf „Aus“.

  
Abbildung 3: Barcode „Licht und Heilung!“ (© 1997 H. O. Dittmer)


Im jetzt folgenden zweiten Teil übertragen wir außerdem „Licht und Heilung“ als Schutzrate auf den DRS-Magneten, aber nicht 1:1 kopiert, sondern – da es sich hier um einen Vorgang höherer Sphären handelt – in höherer Potenz. Bei jener Patientin habe ich die passende Potenz mit C 85.000 gefunden. Dazu stellen wir den Multiplikationsschalter M/S auf „2“ und haben dann am Potentiometer Nr. 5 genau zwischen den Zahlen „8“ und „9“ die Einstellung „8,5“. Sodann wird der Isolationsschalter (I/S) auf dieses Potentiometer gerichtet, also auf „5“ gestellt, der Transferschalter und dann der Timerknopf betätigt. Nach 10 Sekunden ist die Übertragung auf den DRS-Magneten abgeschlossen.
Der Magnet wird nun je einmal mit jeder Pol-Seite auf den Testteller gelegt und auf Resonanz überprüft. Die Seite mit der höchsten Resonanz (= Abweichung vom Leerwert) wird mittels Schlaufenbildung des Ziegenlederbandes so um den Hals gehängt, dass diese Seite die überwiegende Zeit zum Körper zeigt.
Meine Patientin gewann durch diese Anwendung nach und nach neue Kraft. Und gesundete schließlich. Wenn auch die Anwendung von „aufgeladenen“ Gegenständen für die Psychologie die Anwendung eines Fetischs bedeutet, so weiß ich doch, dass es mit der D-Methode messbare Unterschiede zwischen beispielsweise einem Kruzifix aus der Fabrik und einem zweiten gleicher Herkunft nach der Segnung. – Und was drücken ehrlich übermittelte Segnungen anderes aus als die radionischen Zusammenfassungen „Licht und Heilung!“ und „Zum Besten des Ganzen!“?

Der Clou: „Repertorisation für Faule“
Wollen wir nichts der inneren Logik im Automatik-Modus von „Nummer Neun“ überlassen, und haben wir weder Lust noch Zeit zu einer zeitraubenden Repertorisation, so können uns sensitive oder vegetative Tests binnen maximal sechs Minuten zum Similimum führen. – „Warum haben Sie das nicht gleich gesagt?“, höre ich jetzt schon. Aber dieses Verfahren hat nichts mit dem breiten Spektrum aller Möglichkeiten zu tun, verhindert wahre Kreativität mit dem System und degradiert den so vorgehenden Anwender zum Fließbandarbeiter in Sachen Homöopathie.
Zu dieser „Schnellrepertorisation ohne Repertorisation“ kommen wir sehr einfach, und in allen hier bisher beschriebenen Methoden, ohne die Symptome des Patienten oder sonst etwas Persönliches von ihm kennen zu müssen. Unser „Musterproband“ macht einen etwas atemlosen Eindruck  kann sich nicht bremsen, uns zu sagen, dass er seit einigen Wochen unter anfallsweisem Herzklopfen leidet.
Wir treffen nun folgende Vorbereitungen:
1. Einhand-Rute und Pendel: Ist der Proband anwesend, so wird ihm eine Handelektrode in die Hand gegeben, verbunden mit einer weiteren, die im schwarzen Becher steckt. – Ist er nicht anwesend, so kommt das „Specimen“ unter die Probenplatte bzw. in den schwarzen Becher (sh. oben).
2. D-Methode, Nogier-Reflex und Kinesiologie: Der Proband bekommt eine Elektrode in die Hand, die mit der schwarzen Buchse direkt oder indirekt (sh. oben) verbunden ist. Bei der D-Methode wird die Handelektrode noch zusätzlich mit der schwarzen Buchse des SVESA 1015 verkabelt.
Nun können wir beginnen. Als erstes (!!) wird der Potenzbereich am Drehschalter „Potency Range“ ausgesucht, indem er zunächst auf „B“ gestellt wird. Mit Rute oder Pendel sollte oberhalb der Becher gemutet werden, beim anwesenden Probanden und Nogier bzw. Kinesiologie erfolgt nun der Pulsreflex- bzw. der Arm-Test, und bei der D-Methode die Messung. – Keine Resonanz! Also stellen wir den Potenzwahlschalter auf „X“. Messung. – Wieder keine Resonanz. Auf „C“ erhalten wir dann Resonanz. – Wir müssen uns nun überlegen, ob wir ein Komplexmittel oder eines der „Single Remedies“ benutzen wollen. Wir entscheiden uns für letzteres und beginnen mit der rechten Wahlscheibe: Von „blank“ (= ohne Beschriftung) drehen wir auf „0“. Messung. Auf „1“. Messung. Auf „3“. Messung. Auf „4“. Messung. Resonanz. Die letzte Ziffer lautet also „4“. Wir belassen es bei dieser Einstellung und gehen genauso mit der Wählscheibe links daneben vor.  Aber: Nanu! Keine Resonanz von „0“ bis „9“. In diesem Falle stellen wir die Wählscheibe auf „0“ (nicht zurück auf „blank“!) und machen mit der dritten Wählscheibe von rechts weiter. Hier haben wir bei „9“ Resonanz. Und bei der nächsten Scheibe haben wir wieder gar keine Resonanz; aber wir stellen hier nicht auf „0“, sondern auf „blank“. Warum? Der erste Wert muss immer eine Zahl sein, deren Wert größer als Null ist. – Wir haben nun also die Zahl „904“ ertestet, und der optimale Potenzbereich liegt bei „C“. Aber nur im Specimen-Modus sucht der ASL90/9f nun im „C“-Bereich die einzige passende Potenz. In allen anderen Modi müssen wir das schon selbst erledigen. Also drehen wir den Potenzwahlschalter wieder auf „aus“ (keine LED leuchtet). Das Mittel „904“ bleibt weiter eingeschaltet. Bei der manuellen Sektion drehen wir den Isolationsschalter auf „3“ (= C 1 bis C 9). Messung. Keine Resonanz. Isolationsschalter auf „4“ (= C 10 bis C 90). Resonanz! Jetzt drehen wir dem entsprechend das Potentiometer Nr. 4 auf „1“, „2“, „3“ usw., bis wir abermals Resonanz bekommen. Es ist dies bei „8“. Um zu testen, ob es um die „8“ herum eine noch bessere Resonanz bekommen, messen wir mehrmals in kleineren Schritten von „7,5“ bis „8,5“. Unsere optimale Resonanz haben wir in diesem angenommenen Fall bei einem knappen Drittel oberhalb der „8“, also bei etwa „8,3“ gefunden. Das entspricht der Potenzstufe C 83. Nun sehen wir im ASL-Verzeichnis nach und können „ruckzuck“ auch das Mittel identifizieren. Die Gesamtbezeichnung heißt also Lycopus virginicus C 83. Daraus können wir außerdem folgern, dass unser Patient wahrscheinlich unter einer Hyperthyreose leidet. – Wir haben diesen Fall mit der Uhr verfolgt: Seit Messbeginn sind keine fünf Minuten vergangen.
Eine tolle Sache, die dem Klassischen Homöopathen zu größerer Effektivität, ruhigeren Nächten und mehr Freizeit verhilft!



Erschienen im Buch:
Das Radionik Praxishandbuch
Einführung in Theorie und Praxis der Radionik
Hrsg. Winfried Veldung, Harald Rauer
Anima Mundi Verlag, München 1999
ISBN 3-931604-02-0

Bisher mal aufgerufen.





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